Dr. Marwa Kavelaars erforscht, wie Menschen bei der räumlichen Suche nach Ressourcen Entscheidungen treffen — insbesondere wie sie Umweltinformationen, eigene Erfahrungen und soziale Informationen von anderen gleichzeitig verarbeiten und nutzen. Ihr Fokus liegt auf adaptiven Entscheidungsprozessen in komplexen Umgebungen. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant ist dieses Wissen bei der Gestaltung von Systemen, in denen Menschen unter Unsicherheit navigieren müssen — etwa in Logistik, Stadtplanung, Ressourcenmanagement oder Notfallkoordination. Die Erkenntnisse helfen zu verstehen, wie Menschen tatsächlich Informationen kombinieren, um bessere Entscheidungen zu treffen.
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Dr. Marwa Kavelaars
HU-FIS-Profil ↗Adaptives Entscheiden ist entscheidend, um sich in unserer zunehmend komplexen Welt zurecht zu finden und erfordert die kontinuierliche Integration verschiedener Informationsquellen, einschließlich vorheriger Informationen über die Umwelt, aktualisierter Informationen aus Interaktionen mit der Umwelt und Informationen von anderen („soziale Informationen“). Trotz eines umfassenden Verständnisses isolierter Aspekte dieser Prozesse im Labor ist weitgehend unbekannt, wie Menschen diese Informationsströme dynamisch und kontinuierlich über verschiedene sozio-ökologische Umgebungen hinweg integrieren und welche Auswirkungen dies auf die Ergebnisse hat. In diesem Projekt wird diese Lücke geschlossen, indem ein hervorragendes Beispiel für kontinuierliches Entscheiden, das menschliche Nahrungssuchen in freier Wildbahn, über verschiedene sozio-ökologische Umgebungen hinweg untersucht wird. Es werden Eisfischer—allein und in verschiedenen sozialen Settings—über verschiedene Umwelten hinweg mitverfolgt und dabei der Zugang zu vorherigen Informationen experimentell variiert. Die Eisfischer werden mit hochauflösenden GPS-Trackern ausgestattet, um das räumliche Verhalten aufzuzeichnen, und mit Kopfkameras, um die Informationssammlung und die Nutzung sozialer Informationen zu quantifizieren. Schließlich werden hochmoderne kognitive Modellierungen angewendet, um herauszufinden, wie die Integration von vorherigen, gesammelten und sozialen Informationen das Entscheiden in verschiedenen sozio-ökologischen Settings antreibt.
Science · DOI
Foraging complexity and competitive social challenges are considered key drivers of human cognition. Yet, the decision-making mechanisms that underlie social foraging in the real world remain unknown. Integrating high-precision Global Positioning System (GPS) tracking and video footage from large-scale foraging competitions with cognitive-computational modeling and agent-based simulations, we show how foragers integrate personal, social, and ecological information to guide spatial search and patch-leaving decisions. We show how the social context emerges as a key driver of foraging dynamics. Foragers adaptively rely on social information to locate resources when unsuccessful and extend giving-up times in the presence of others, which results in increased area-restricted search at high social densities. These findings demonstrate the importance of sociality for human foraging decisions and provide a template for harnessing high-resolution tracking data to study real-world cognition.