Prof. i.R. Dr. Oliver Lüdtke
HU-FIS-Profil ↗Die professionelle Kompetenz von Lehrkräften umfasst neben dem Professionswissen, den Überzeugungen und der Motivation auch die Fähigkeit zur beruflichen Selbstregulation. Eine Person mit hohen selbstregulativen Fähigkeiten zeigt dabei ein den Anforderungen des Lehrerberufs entsprechendes Engagement, kann aber gleichzeitig auch ihre Ressourcen schonen (Baumert & Kunter, 2006; Klusmann, 2011). Bisherige Arbeiten konnten zeigen, dass die die Fähigkeit zur Selbstregulation sowohl einen Effekt auf das Unterrichtsverhalten als auch auf das berufliche Wohlbefinden der Lehrkräfte hat. Ziel des geplanten Projekts ist es erstens, die Entwicklungsverläufe der selbstregulativen Fähigkeit während der universitären Phase und ihre persönlichen und institutionellen Bedingungen zu identifizieren. Zweitens wird die prädiktive Validität der selbstregulativen Fähigkeit für erfolgreiches beruflichen Handelns in der Berufsanfangsphase untersucht. Das geplante Projekt soll an die laufende Längsschnittstudie TOSCA anschließen, die zwei repräsentative Abiturientenjahrgänge durch das Hochschulstudium begleitet (Trautwein et al., 2010). Von den jeweils etwa 300 Lehramtsstudierenden liegen bereits Daten zur berufsbezogenen Selbstregulation, kognitiven und psychosozialen Merkmalen sowie dem Studienverlauf über einen Zeitraum von acht bzw. vier Jahren vor. Im aktuellen Projekt soll eine Nacherhebung zum beruflichen Verhalten der mittlerweile im Beruf stehenden Lehrkräfte erfolgen
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