Prof. Dr. sc. nat. Fritz Henneberger
HU-FIS-Profil ↗Im Projekt sollen ferromagnetische Nanostrukturen auf der Basis von ZnO mittels molekularstrahlepitaktisches Wachstum hergestellt werden. Ferromagnetisches Verhalten soll durch den Einbau der Übergangsmetalle Mn, V und Co erreicht werden. Durch zusätzliche n- (oder p-)Dotierung soll der Einfluss freier Ladungsträger auf die magnetischen Eigenschaften studiert und gegebenenfalls zur Stabilisierung des Ferromagnetismus ausgenutzt werden. Wesentliche das Wachstum betreffende Fragen sind, wie die magnetischen Ionen in hexagonales ZnO eingebaut werden, welche Dotierungsniveaus ohne Bildung von Mischphasen erreichbar sind und wie sich die Gitterkonstanten ändern. Die magnetischen Eigenschaften der Nanostrukturen werden mit optischen und magneto-optischen Methoden aufgeklärt. Dies betrifft u.a. die Variation der Bandkanten durch den Einbau der Übergangsmetalle, die Stärke des Superaustausches zwischen den magnetischen Ionen, den Nachweis einer ferro- bzw. paramagnetischen Ordnung sowie die Rolle der sp-d-Austauschwechselwirkung zwischen den lokalisierten 3d-Elektronenzuständen und den ausgebreiteten sp-Bandzuständen.
Zielstellung des Projekts ist die systematische theoretische undexperimentelle Erforschung von Prozessen der Selbstorganisation, von internen und externen Synchronisationsprozessen sowie von rauschinduzierten Übergängen und ihrer Steuerbarkeit in longitudinal gekoppelten Halbleiterlasern. Halbleiterlaserbieten den Vorteil, dass mit ihnen dynamische Szenarien unterschiedlicherKomplexität gezielt präparierbar sind. Dies ermöglicht es, Konzepte, diebisher vorwiegend in Chemie und Biologie von Interesse waren, in diesesauch wegen seiner Zeitskala technisch äußerst interessante Gebiet zuübertragen bzw. die Frage nach dem Auftreten prinzipiell neuer nichtlineardynamischer Phänomene zu stellen.
Es sollen Quanteninterferenz-Phänomene an einzelnen Halbleiterquantenpunkten untersucht werden. Die Arbeiten sollen Aufschluss darüber geben, inwieweit Quantenpunkte als Bausteine für die Quanteninformatik geeignet sind. Als Untersuchungsobjekt sollen CdSe/ZnSe-Quantenpunkte dienen, die für diesen Zweck maßgeschneidert mit der Molekularstrahlepitaxie hergestellt werden.
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