Prof. Dr. phil. Krista Mertens
HU-FIS-Profil ↗Beim Snoezelen handelt es sich um eine Interventionsmethode, bei der über ein gezielt ausgewähltes Angebot in einem besonders ansprechend gestalteten Raum über Licht-, Klang- und Tonelemente, Aromen und Musik Sinnesempfindungen ausgelöst werden. Um einen Ruhe- und Entspannungszustand sowie speziell Wohlbefinden objektiv einschätzen zu können, wurde ein Fragebogen zur Befindlichkeit [Mertens et al. 2005] entwickelt, der zur Zeit in Schweden, Finnland, Kanada und Deutschland erprobt wird. Mit dem Statistikprogramm SPSS konnten bis jetzt 16 Datensätze ausgewertet werden. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um Belege für die Einmaligkeit oder Generalisierbarkeit der ersten Untersuchungsergebnisse zu liefern. Es ist bereits deutlich geworden, dass in Verbindung mit den biometrischen Messungen aus den Instituten für Rehabilitationstechnik und Informatik sowie Signalverarbeitung/Mustererkennung am Institut für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin der Untersuchungsansatz tragfähig ist, Wohlbefindlichkeitsveränderungen als Indikator für die Prozessqualität des Snoezelens psychometrisch zu erfassen.
Im Rahmen dieses Projektes sollen die Möglichkeiten des Einsatzes von Neuen Medien in der Körperbehindertenpädagogik erforscht werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf den Bereich der Hochschule und der Schule (Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf körperlicher und motorischer Entwicklung) gelegt. Welche didaktisch-methodischen Überlegungen und welche technischen und räumlichen Voraussetzungen sind für einen sinnvollen Einsatz in den jeweiligen Bereichen notwendig?Spielen dabei behindertenspezifische Komponenten eine Rolle und wenn ja welche? Können durch virtuelles Lehren/Lernen Barrieren abgebaut werden?
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