Prof. Dr. Beate Lütke erforscht, wie Schülerinnen und Schüler – insbesondere mit Deutsch als Zweitsprache – akademische Sprachfähigkeiten entwickeln und wie Lehrkräfte diese Entwicklung gezielt unterstützen können. Ihr aktueller Fokus liegt auf der Modellierung später sprachlicher Entwicklung bei jungen Erwachsenen in Erst- und Zweitsprache sowie auf sprachsensiblem Fachunterricht, der Sprache bewusst in alle Unterrichtsfächer integriert. Sie entwickelt Konzepte und Fortbildungen für die Lehrerausbildung, um angehende und tätige Lehrkräfte darin zu qualifizieren, Sprachförderung systematisch in ihren Unterricht einzubauen – auch für spezialisierte Gruppen wie taube und schwerhörige Schülerinnen und Schüler. Ihre Arbeiten adressieren zentrale Herausforderungen des deutschen Schulsystems: Sprachliche Chancengleichheit, Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und inklusive Unterrichtspraxis.
🔒 Das System hat 252 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Dr. Beate Lütke
HU-FIS-Profil ↗Humboldt International Teacher Training (HIT)
university
Humboldt International Teacher Training (HIT)
university
Humboldt International Teacher Training (HIT)
university
Zeitraum: 12/2015 - 02/2017 Projektleitung: Prof. Dr. Beate Lütke
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Zeitraum: 05/2017 - 12/2017 Projektleitung: Prof. Dr. Bettina Rösken-Winter, Dr. Birgit Öttl, Prof. Dr. Beate Lütke
Förderer: DFG Sonderforschungsbereich Zeitraum: 01/2020 - 12/2023 Projektleitung: Prof. Dr. Beate Lütke
The book presents a qualitative intervention study that investigates the hypothetically inferable effects of a specific form-related approach to language teaching on the language learning processes of pupils in class 4 of a Berlin primary school who are learning German as a second language. Working from a theoretical perspective, current positions taken by research on language teaching and learning and on second language acquisition for the subject of German as a second language are specified and then brought into sharper focus with reference to school-relevant concepts. The research subject is focused on local prepositional phrases in the context of oral accounts and interactions. The transcriptions serve as basis for investigating the following questions: Does a cognitively stimulating, form-related form of language teaching affect the children's language production? After the teaching sequence has been carried out, can other signs of language awareness be identified as compared to before the sequence? Are changes apparent with regard to declination, syntax, semantics or in the area of discourse? Which learning-specific and didactic insights can be derived from the study?
Wie ist es um die deutsche Sprache in den Schulen bestellt? Bisherige wissenschaftlich fundierte Antworten, etwa von Großstudien wie PISA oder DESI, zielen auf repräsentative, eng umschriebene Zustandsbeschreibungen. Sie erfassen nur wenig von der Dynamik der Veränderung und der Arbeit an Sprache, die ja gerade das Aufgabenfeld der Schule ist. Der hier vorgelegte Bericht der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sieht die Schule als gesellschaftliches Sprachlabor. Er entwirft das in vieler Hinsicht überraschende Bild einer „Sprache im Werden“. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den durch die Schriftlichkeit geprägten, sprachproduktiven Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Insgesamt zehn Teilkapitel behandeln ein breites Spektrum von Fragen: Wie verhalten sich familiäre Kommunikationsmuster zu den schulischen? Hat die Lehrersprache einen Einfluss auf die Schülersprache? Wie stellen Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge in ihren Texten her? Was bestimmt den Ausbau des Wortschatzes und der Grammatik? Wie sieht die historische und individuelle Entwicklung der Rechtschreibung inklusive der Zeichensetzung und der Handschrift aus? Wie verändert der digitale Wandel das Sprachlernen und wie steht die Spracherfahrung in vielfältigen Familiensprachen zum Ziel des Erwerbs der Bildungssprache? Der Bericht wendet sich an die bildungsinteressierte Leserschaft, an Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt an die Bildungspolitik.