Prof. Hiltmann erforscht derzeit, wie künstliche Intelligenz und digitale Methoden für die Geschichtswissenschaft nutzbar gemacht werden können — mit Fokus auf verlässliche, quellengestützte Systeme. Sein Kernprojekt HistoRAG entwickelt ein Retrieval-Augmented-Generation-Framework speziell für historische Forschung, das Halluzinationen von Sprachmodellen durch strikte Quellenanbindung und zeitliche Kontextualisierung verhindert. Parallel arbeitet er an der automatisierten Erschließung von Wappenbildern in mittelalterlichen Handschriften mittels Computer Vision und trainiert dafür spezialisierte Erkennungsmodelle. Seine Infrastruktur-Projekte (QUADRIGA, NFDI4Memory) schaffen zentrale Datenkompetenzzentren und Repositorien für geisteswissenschaftliche Forschung. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant: Archivbetreiber, Gedächtnisinstitutionen und Verlage können von automatisierten Erschließungsmethoden und KI-Systemen profitieren, die für interpretative Disziplinen ausgelegt sind; Bildungseinrichtungen nutzen die Infrastrukturen für Lehre und Forschungsdatenmanagement.
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Prof. Dr. Torsten Hiltmann
HU-FIS-Profil ↗HERALDic Identity in Context. Datengetriebene Erforschung von Identitäten und dem Wechselverhältnis zwischen Gruppe und Individuum in heraldischer Kommunikation unter Verwendung einer Ontologie (Königreich Frankreich und Heiliges Römisches Reich, 12. bis 16. Jahrhundert).
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NFDI4Memory - Konsortium für historisch arbeitende Geisteswissenschaften
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QUADRIGA: Berlin-Brandenburgisches Datenkompetenzzentrum für Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft
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QUADRIGA: Berlin-Brandenburgisches Datenkompetenzzentrum für Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft
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Förderer: Volkswagen Stiftung Zeitraum: 03/2020 - 02/2024 Projektleitung: Prof. Dr. Torsten Hiltmann
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Zeitraum: 12/2021 - 11/2025 Projektleitung: Prof. Dr. Torsten Hiltmann, Prof. Dr. Elisabeth Mayweg, VP für Studium und Internationales VPSI, Uwe Pirr, Prof. Dr. Robert Jäschke, Wolfgang Deicke
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Zeitraum: 12/2021 - 11/2025 Projektleitung: Prof. Dr. Elisabeth Mayweg, VP für Studium und Internationales VPSI, Prof. Dr. Torsten Hiltmann, Uwe Pirr, Prof. Dr. Robert Jäschke, Wolfgang Deicke
Semantic Web · DOI
In recent years gazetteers based on semantic web technologies were discussed as an effective way to describe, formalize and standardize place data by using contextual information as a method to structure and distinguish places from each other. While research concerning semantic gazetteers with regard to historical places has pointed out the importance of enabling the creation of a global and epoch-spanning gazetteer, we want to emphasize the importance of taking a domain oriented approach as well – in our case, focusing on places set in medieval and early modern times. By discussing the topic from the historians’ perspective, we will be able to identify a number of challenges that are specific to the semantic representation of places set in these time periods. We will then do a survey of existing gazetteer projects that are taking historical places into account. This will enable us to find out which technologies and practices already exist, that can meet the demands of a gazetteer that considers the time specific geographic, social and administrative structures of medieval and early modern times. Finally we will develop a catalogue of design practices for such a semantic gazetteer. Our recommendations will be derived from these existing solutions as well as from our epoch-specific challenges identified before.
Das Mittelalter · DOI
Oldenbourg Wissenschaftsverlag eBooks · DOI
Die spätmittelalterlichen Heroldskompendien bieten einen wesentlichen Zugang zur Geschichte des Heroldsamtes wie insgesamt zur adeligen Kultur und Lebenswelt. Neben Traktaten zum Heroldswesen enthalten sie vor allem Texte zu adeligen Zeremonien (Turniere, Gerichtskämpfe, Obsequien) wie allgemein zur Welt des Adels, dessen Hierarchien und Zeichen. Damit spiegeln sie einen wichtigen Teil der adeligen Wissenskultur wider und präsentieren sich, von der bisherigen Forschung weitgehend unbeachtet, geradezu als eine Art Grundfibel der adeligen Welt. Mit dem vorliegenden Band werden sie erstmals systematisch erschlossen und unter klaren methodischen Vorgaben analysiert, um sie schlieÃlich vor den Hintergrund der groÃen gesellschaftlichen Umbrüche ihrer Zeit einzuordnen. Sich weitgehend auf terra incognita bewegend, kommt die Studie dabei zu unerwarteten Ergebnissen.