Prof. Dehrmann erforscht die Gattungsgeschichte des Epos in der Moderne und Gegenwart, insbesondere wie sich das Epos nach 1800 transformiert hat und in welchen Formen es in europäischen Literaturen weiterlebt. Seine aktuelle Arbeit untersucht, wie große literarische Formen — Epos, Roman, autobiografische Erzählformen — sich als kulturelle und ästhetische Phänomene gestalten und welche Rolle Gattungskonventionen bei der Vermittlung von Nationalidentität und Weltanschauung spielen. Dabei analysiert er sowohl historische Theorien (z. B. Friedrich Schlegel) als auch moderne Texte (Thomas Mann, Mary Shelley) und arbeitet transnational, um europäische Diskurse um das ‚Nationalepos' des 19. Jahrhunderts nachzuzeichnen. Für Kulturinstitutionen, Museen und Bildungseinrichtungen bietet diese Forschung Orientierung zur Deutung und Vermittlung von Literaturgeschichte und Gattungstraditionen.
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Prof. Dr. Mark-Georg Dehrmann
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe) Zeitraum: 10/2015 - 06/2021 Projektleitung: Prof. Dr. Mark-Georg Dehrmann
Zeitschrift für Ideengeschichte · DOI
Ein französischer, ein englischer und ein deutscher Intellektueller, so erzählt ein alter französischer Witz, sollen eine Studie über Universitäten schreiben. Der Franzose besucht für ein paar Stunden die nächstliegende Einrichtung, plaudert mit einigen Professoren, hört eine Vorlesung und beobachtet die Studenten; wieder zu Hause angekommen, verfasst er einen geistreichen Essay. Den Engländer packt die Reiselust, und über Jahre besucht er die Universitäten aller Kontinente; er kehrt mit einer wertvollen Faktensammlung zurück.
As the modern philological sciences were just emerging, poets were well educated – most of them had studied philology, and thus understood its claims to knowledge and its methods. The fertile and intensive interaction between literature and science that took place in this era is the subject of this book. It explores the interface between literary history and the history of the modern philological sciences.
Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft Internationales Organ für Neuere Deutsche Literatur ·