Dr. rer. nat. Katinka Wolter
HU-FIS-Profil ↗<p>In Service-Level-Agreements (SLAs) werden Vereinbarungen bezüglich Preis und Leistung zwischen zwei Vertragspartnern festgelegt. Im Rahmen dieses Projektes sollen spezielle SLAs zur Definition und Überwachung von Quality-of-Service-Garantien zwischen mobilen Nutzern und einem Zugangspunkt im festen Rechnernetz entwickelt werden.</p><p>Damit mobile Nutzer in einem großen Rechnernetz einen beliebigen Zugangspunkt nutzen können und dort immer ihr persönliches SLA vorfinden, muss das Rechnernetz in der Lage sein, sich entsprechend zu rekonfigurieren. Methoden, wie diese Rekonfiguration durchgeführt werden kann, sollen in dem hier beantragten Projekt untersucht und umgesetzt werden.</p><p>Anschließend soll eine stochastische Modellierung und Bewertung von SLAs vorgenommen werden, mit dem Ziel, diese zu optimieren, so dass möglichst viele Nutzer unter möglichst guten Bedingungen arbeiten können.</p>
In einer Welt, in der Services und Anwendungen zunehmend drahtlos abgewickelt werden, sind Strategien für die Umsetzung und Propagierung von QoS-Parametern essenziell. In diesem von der DFG geförderten Projekt beschäftigen wir uns mit der Verbesserung von Quality-of-Service in drahtlosen Netzwerken und auch damit, wie bestimmte QoS-Parameter in Konformanz zu ausgehandelten Service-Level-Agreements umgesetzt werden können.
<p>Mit dem Übergang zu service-orientierten Architekturen (SOAs) vollziehen sich grundlegende Änderungen in der technischen und sozio-ökonomischen Struktur des Internets. SOAs bieten Nutzern die Möglichkeit, Dienste verschiedener Anbieter je nach Bedarf zu neuen, ihren individuellen Anforderungen gewachsenen Diensten zu kombinieren.</p> <p>Technische und organisatorische Barrieren jedoch erschweren die Administration und Wartung dieser kombinierten Dienste: Einerseits schotten Dienstanbieter die Interna ihrer Systeme gegen Eingriffe von außen ab, und andererseits ist es aufgrund der hohen Komplexität und Heterogenität der Dienstimplementationen unmöglich, sämtliche Komponenten dieser Dienste detailliert zu überwachen. Um die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit kombinierter Systeme dennoch sicherzustellen, sind daher neue Ansätze nötig.</p> <p>In diesem von der DFG geförderten Projekt wird die Nutzung von Neustart auf der Anwendungsebene (Application-Level Restart) als Mittel zur Steigerung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit kombinierter Dienste in SOAs untersucht. Bei der Anwendung von Application-Level Restart wird der Status von Dienstanforderungen aus Beobachtungen der Ausführungszeiten abgeleitet. Wenn eine Dienstanforderung atypisch viel Zeit beansprucht, so wird dies als Fehler gewertet. Bei transienten Fehlerursachen kann dann eine Wiederholung der Dienstanfrage zum richtigen Zeitpunkt sicherstellen, dass der benötigte Dienst rechtzeitig erbracht wird.</p> <p>Das Restart-Verfahren kann vom einzelnen Nutzer eines kombinierten Dienstes angewandt werden und erfordert keinerlei Eingriffe in die einzelnen Dienstkomponenten. Es eignet sich insbesondere zur Behandlung transienter Zeitfehler, wie sie in verteilten Systemen häufig auftreten.</p>
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