Prof. Därmann erforscht die Ideengeschichte und Kulturgeschichte von Ökonomie, Macht und sozialen Ordnungen — aktuell mit Fokus auf die Genealogie ökonomischen Denkens von der Antike bis zur Gegenwart sowie auf postkoloniale und antirassistische Gegengeschichtsschreibung. Sie untersucht, wie klassische ökonomische Konzepte (Oikonomia, Chrematistik) sich über Jahrhunderte transformiert haben und wie sie in modernen Gesellschaftsstrukturen nachwirken; parallel analysiert sie historische Widerstands- und Gegenerzählungspraktiken von Black Scholars und jüdischen Intellektuellen gegen Versklavung und Totalitarismus. Ihre Arbeiten verbinden Philosophie-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte und richten sich auf die Dekonstruktion europäischer Grenzziehungen (Natur/Kultur, Mensch/Tier, Zivilisation/Wildheit). Für Organisationen und Institutionen relevant, die sich mit Governance-Fragen, historischer Legitimation von Machtstrukturen, oder der Neugestaltung von Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepten auseinandersetzen.
🔒 Das System hat 596 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Dr. phil. Iris Därmann
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 07/2011 - 12/2011 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 06/2012 - 05/2013 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Förderer: DFG Exzellenzinitiative Cluster Zeitraum: 11/2012 - 10/2017 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Multilingual Matters (Channel View Publications)
Seit jeher orientiert sich die politische Philosophie an Begriffen wie Natur, Recht und Staat, um die Möglichkeit von Gesellschaft wo nicht zwingend, so doch wahrscheinlich zu machen. Dabei geraten kulturelle Praktiken, die Sozialität je von neuem hervorbringen und unterhalten, aus dem Blick. Eine politische Bedeutung erhalten solche kulturellen Praktiken – wie Gabe, Gastfreundschaft und Tischgemeinschaft, wie Feste, Spektakel und Künste – nicht zuletzt dadurch, daß sie Formen des getrennten Zusammenlebens gestalten und den Ort der Teilung angeben, an dem die Frage der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft selbst strittig werden kann. Solche Figuren des Politischen widerstehen einer Politik der Vereinigung von Individuen in einem einzigen Gesellschaftskörper ebenso wie ihrer interessengeleiteten Zusammenfügung durch Gewalt und Vertrag.