Die Forschung von Prof. Dr. phil. Iris Därmmann verbindet Kulturwissenschaft, Philosophiegeschichte und Politische Theorie mit einem Fokus auf die historischen Transformationen von Natur-Kultur-Grenzen und ökonomischen Konzepten. Zentrale Themen sind die Analyse antiker und frühneuzeitlicher Texte, postkoloniale Studien sowie die Kritik europäischer Wissensordnungen in Bezug auf Sklaverei, Tierheit und Dienstleistung. Methodisch nutzt sie Archivforschung, Bildwissenschaft und Begriffsgeschichte, um soziale Transformationen und Governance-Strukturen zu untersuchen. Die Arbeit erstreckt sich von der Antike bis zur Zeitgeschichte und integriert ethische sowie politische Perspektiven in die kulturwissenschaftliche Analyse.
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Prof. Dr. phil. Iris Därmann
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 07/2011 - 12/2011 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 06/2012 - 05/2013 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Förderer: DFG Exzellenzinitiative Cluster Zeitraum: 11/2012 - 10/2017 Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iris Därmann
Multilingual Matters (Channel View Publications)
Seit jeher orientiert sich die politische Philosophie an Begriffen wie Natur, Recht und Staat, um die Möglichkeit von Gesellschaft wo nicht zwingend, so doch wahrscheinlich zu machen. Dabei geraten kulturelle Praktiken, die Sozialität je von neuem hervorbringen und unterhalten, aus dem Blick. Eine politische Bedeutung erhalten solche kulturellen Praktiken – wie Gabe, Gastfreundschaft und Tischgemeinschaft, wie Feste, Spektakel und Künste – nicht zuletzt dadurch, daß sie Formen des getrennten Zusammenlebens gestalten und den Ort der Teilung angeben, an dem die Frage der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft selbst strittig werden kann. Solche Figuren des Politischen widerstehen einer Politik der Vereinigung von Individuen in einem einzigen Gesellschaftskörper ebenso wie ihrer interessengeleiteten Zusammenfügung durch Gewalt und Vertrag.