Prof. Dr. agr. Ruprecht Herbst
HU-FIS-Profil ↗Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens werden robuste Methoden und Verfahren entwickelt zur nicht invasiven Bestimmung von räumlichen Wurzeltiefgängen in Zusammenhang mit dem Bodenwasser als Eingansgröße für die rekursive Modellierung mit DSSAT 4. Hierbei werden ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt, die eine nachhaltige Landwirtschaft sichern. Auf Standorten in verschiedenen Bodenlandschaften sollen intensive Messungen durchgeführt werden zur Bestimmung des Boden- und Pflanzenwasserhaushalts, da dieser die Durchwurzelungsintensität stark beeinflusst. In diesem Zusammenhang ist ein Monitoring geplant sowie ein Versuchskonzept, das eine flächenhafte Abschätzung der potentiellen Durchwurzelungsintensität ermöglicht. Dieses Konzept sieht vor, dass an einem Standort innerhalb eines Schlages intensive Untersuchungen zum Boden- und Pflanzenwasserhaushalt vorgenommen werden. Die an den Intensivstandorten entwickelten Algorithmen können an unterschiedliche Bodenbedingungen angepasst und GIS-gestützt modelliert werden. Die Ergebnisse werden in Publikationen, Vorträgen, Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen sowie Lehre und Forschung veröffentlicht.
<p>Generalziel des Projektes ist das interkulturelle Kennenlernen der Ausgangssituationen und der Schwierigkeiten für die landwirtschaftliche Produktion im jeweiligen Nachbarland.</p> <p>Im Rahmen des Workshops werden theoretische Grundlagen der landwirtschaftlichen Standorterkundung vermittelt und in einer Fallstudie vertieft. Möglichkeiten und Grenzen der Einführung neuer Technologien und umweltverträglicher und nachhaltiger Landnutzungssysteme in Regionen mit strukturellem Wandel im Agrarsektor werden analysiert.</p>
<p>Brasilianische Farmer sehen sich heute einem hohem ökonomischen Druck durch die starke Exportorientierung ihres Landes in der landwirtschaftlichen Produktion ausgesetzt. Die klimatischen und geographischen Bedingungen erlauben bei einer gut kalkulierten Fruchtfolgeplanung und der Einbeziehung von Nutztierhaltung die Realisierung von 2,75 Ernten pro Jahr. Diese ökonomische Vorzüglichkeit ist allerdings mit wahrscheinlichen negativen ökologischen Effekten beim Boden zu bezahlen. Erst genaue Kenntnisse über Effekte der Landbewirtschaftung auf Veränderungen auf Parameter, die auch als Nachhaltigkeitsindikatoren identifiziert wurden, wie Humusgehalt, der Nährstoffverteilung und der Biodiversität, erlauben entsprechende Modifikationen der Landnutzung. Die innovative Technologie des Precision Farming gestattet es, bei Bewirtschaftungsmaßnahmen die kleinräumige Standort- und Bestandesheterogenität innerhalb von Schlägen zu erfassen und durch moderne Informations- und Regelungstechnik besser zu berücksichtigen. Die neuen Technologien ermöglichen eine gezielte und bedarfsgerechte Anpassung von Maßnahmen und Strategien an die Standort- und Bestandesheterogenität. Hierbei wird mit Hilfe von Positionierungssystemen, Sensoren und Aktoren ein Informations- und Managementkreis aufgebaut, der bei ortsgenauer Ertragsdatenerfassung beginnt und über Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz die Umsetzung der Strategie einer teilflächenspezifischen Bewirtschaftung ermöglicht. Die Integration der Informationsgeleiteten Pflanzenproduktion zur nachhaltigen Sicherung der natürlichen Ressourcen sollen am Beispiel eines bestehenden mittelständischen Betriebes im südöstlichen Brasilien (Bundesstaat) untersucht werden.</p><p>Hierbei sollen insbesondere folgende Fragestellungen bearbeitet werden:<br> - Untersuchung ökologischer Effekte der Landnutzung durch Methoden des Precision Farmings, hier speziell der Humusbilanz sowie der Nährstoffgehalte über ein effizientes Monitoring,<br>- Die Bestimmung des Leguminosenanteils und Ertrages mittels NIR-Spektroskopie,<br>- Teilflächenspezifische Applikation von Nährstoffen.</p>
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