Die Forschung von Prof. Dr. Julia von Blumenthal konzentriert sich auf Demokratieforschung, Governance und Vergleichende Politikwissenschaft. Sie analysiert Verfassungsrecht, Migrationsforschung und Bildungsforschung im Kontext politischer Entscheidungsprozesse. Geschlechterforschung und Kulturgeschichte fließen in ihre empirischen und theoretischen Arbeiten ein. Zeitgeschichte und Empirische Sozialforschung bilden die methodische Grundlage ihrer Studien. Qualitative Sozialforschung und Politische Theorie ergänzen den interdisziplinären Ansatz. Rechtssoziologie und Zivilgesellschaft sind weitere zentrale Themenfelder. Inklusion und Diskursanalyse runden das Forschungsspektrum ab.
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Prof. Dr. Julia von Blumenthal
HU-FIS-Profil ↗Förderer: Sonstige Bundesmittel Zeitraum: 04/2016 - 12/2016 Projektleitung: Prof. Dr. Naika Foroutan, Prof. i. R. Dr. Wolfgang Kaschuba, Prof. Dr. Petra Stanat, Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Prof. Dr. Martin Kroh, Prof. Dr. Johannes Giesecke, Prof. Dr. Manuela Bojadẑijev, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Prof. Dr. Sebastian Braun, Prof. Dr. Magdalena Nowicka, Dr. Tina Nobis
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Die "Kopftuchfrage" ruft lebhafte Diskussionen hervor: Muss Lehrerinnen als Grundrechtsträgerinnen erlaubt werden, das islamische Kopftuch im Unterricht zu tragen, oder bedarf es einer vollständigen Neudefinition der Präsenz von Religion in der Schule, die in der Konsequenz zur Entfernung aller religiösen Symbole führen könnte? Die parlamentarischen Entscheidungsprozesse darüber, die durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom September 2003 in den Bundesländern ausgelöst wurden, sind Gegenstand der Untersuchung. Im Zentrum steht dabei die Frage, warum in welchem Bundesland welcher Weg beschritten wurde. Um die relevanten Faktoren in der vergleichenden Analyse aller 16 Länder herauszuarbeiten, wird ein analytischer Zugang entwickelt, der den Governance-Ansatz mit Überlegungen des historischen und soziologischen Neoinstitutionalismus verknüpft. Es zeigt sich, dass länderspezifische historisch-kulturelle Entwicklungspfade eine sehr viel größere Relevanz haben, als es der landläufigen Vorstellung vom "unitarischen Bundesstaat" (Konrad Hesse) entspricht.
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