Prof. Dr. Prof. Dr. Christiane Eisenberg Christiane Eisenberg-Ditt
HU-FIS-Profil ↗This Project is organized by a European network of scholars investigating Sport and Green Space in the Modern and Contemporary City from an interdisciplinary and comparative perspective. Historians, ecologists, geographers and sociologist from Finland, Sweden, Germany and Britain, established academics as well as graduate students, co-operate with respect to the following goal:(1) to organize a pilot project to study the development of sports parks and golf courses in four major cities in four European countries in the 20th century from a historical, social and ecological perspective.(2) to look at the growth of sport parks and grounds from the First World War, the reasons for that growth, and how it has contributed to urban biodiversity; it will also consider how changing attitudes to sport and recent reductions and alterations in the area and types of sport space in some cities may have had an adverse effect.(3) to develop an integrated methodological approach for ecologists, historians, geographers and sociologists.In the longer-term it is planned to widen the project and to test the preliminary findings and methodology against a bigger and more varied sample of urban centres and for this purpose to obtain funding from the research foundations.
In jedem Land der Erde gibt es heute einen der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) angeschlossenen Fußballverband, und überall spielt man Fußball nach denselben, von der FIFA verwalteten Regeln. Das gilt für alle Hierarchieebenen des Spielverkehrs, von der alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft bis zur letzten lokalen Liga. Nach dem "Big Count", einer statistischen Erhebung der FIFA aus dem Jahr 2000, gibt es derzeit rd. 13 Mio. offiziell registrierte Fußballspieler und -spielerinnen auf der Welt. Die Gesamtzahl aller Spieler und Spielerinnen wird auf 242 Mio. geschätzt; das entspräche 4,1 % der Weltbevölkerung.Dieser weltweite Verbreitungserfolg eines ursprünglich in England 'erfundenen' Spiels ist zum Teil eine Begleiterscheinung allgemeiner Internationalisierungsprozesse: von Handelsbeziehungen und der damit einhergehenden Elitenmobilität seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, von Auswanderungswellen und der Entstehung von Immigrantenvierteln in den Metropolen Europas und Übersees, schließlich seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts auch der gewachsenen Sendekapazitäten des Fernsehens. Auf der anderen Seite erfolgte der Siegeszug des Fußballs nach dem Zweiten Weltkrieg vor dem Hintergrund nachhaltiger politischer Veränderungen auf globaler Ebene, insbesondere der Verallgemeinerung des Nationalstaatsprinzips und der Dekolonisierung. Daher lassen sich auch politische Interessenten identifizieren, die zum Teil eine dezidierte Fußball-Entwicklungspolitik betrieben haben. Zu ihnen gehören einzelne Politiker und die Fußballfunktionäre der sog. Dritten Welt, vor allem aber der FIFA, die sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu einer NGO in Sachen Fußball entwickelt hat.Die Sektion "Weltfußball" verfolgt das Ziel, dieses Spannungsfeld zwischen allgemeinen Internationalisierungsprozessen und speziellen politischen Interventionen zu entfalten und so verständlich zu machen, warum Fußball Teil der globalen Kultur werden konnte. Die Referenten sind allesamt ausgewiesene Sport- und Fußballhistoriker. Einige der vorgeschlagenen Beiträge sind aus einem Projekt zur Geschichte der FIFA und des Weltfußballs hervorgewachsen, dessen Ergebnisse im Jahr 2004 publiziert wurden (Christiane Eisenberg u.a., FIFA 1904-2004. 100 Jahre Weltfußball, Göttingen 2004; engl., frz., span., ital. Übersetzungen).
Ziel des Projekts ist es, den Jahrhunderte überspannenden Prozess der Kommerzialisierung zu rekonstruieren, der die moderne Marktgesellschaft hervorbrachte. Die Besonderheiten des englischen Beispiels werden herausgearbeitet, um die verbreitete Annahme einer einheitlichen Entwicklung "des Westens" zu überprüfen.
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