Giovanna Ottaviani Aalmo erforscht die Transformation europäischer Agrar- und Ernährungssysteme hin zu einer gerechten und kreislaufförmigen Bioökonomie. Sie untersucht dabei systemisch, wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte zusammenhängen und wo Widersprüche oder Koordinationsmängel in den politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen entstehen. Ihr aktuelles Projekt FULCRUM nutzt Living Labs als Lernräume, um praktisch zu erproben, wie Bioökonomie-Prinzipien zur Transformation beitragen und wie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dabei empowert werden können. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant sind die Erkenntnisse zur Kohärenz von Politiken und zur Gestaltung von Übergängen in nachhaltigeren Ernährungssystemen.
🔒 Das System hat 19 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Giovanna Ottaviani Aalmo
HU-FIS-Profil ↗FULCRUM untersucht, wie die Grundsätze der Bioökonomie zur sozial gerechten, klima- und ressourcenschonenden Transformation europäischer Agrar- und Ernährungssysteme beitragen können. Ziel ist es, Widersprüche und Koordinationsmängel in den politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu erkennen und zu adressieren. Mit einem systemischen Ansatz, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte integriert, analysiert das Projekt an Fallbeispielen Verknüpfungen zwischen Landwirtschaft, Fischerei, Verarbeitung, Handel, Konsum und Abfallverwertung.Im Mittelpunkt steht das Konzept einer zirkulären Bioökonomie: Biologische Ressourcen sollen effizient genutzt und wiederverwertet und natürliche Stoffkreisläufe geschlossen werden – z.B. durch die Verwertung von Nebenprodukten aus der Tierhaltung oder die Nutzung von Reststoffen aus Fischerei und Algenproduktion. FULCRUM verbindet dabei terrestrische und marine Bioökonomieansätze und deren Perspektiven.In fünf Living Labs in Belgien, Deutschland, Italien, Norwegen und den Niederlanden arbeiten Forschung, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft eng zusammen, um gemeinsam Lösungen für Fragen wie den Umgang mit Nährstoffüberschüssen, die Nutzung von Abfallströmen oder soziale Gerechtigkeit im Ernährungssystem zu entwickeln und erproben.Die Humboldt-Universität zu Berlin leitet das Arbeitspaket zur Entwicklung innovativer Politikansätze. Sie erstellt methodische Leitfäden für kooperative Gestaltungsprozesse, trainiert Projektpartner für die partizipative Politikentwicklung und koordiniert die vergleichende Analyse der Ergebnisse aus den Living Labs. In einer regionalen Fallstudie mit Akteuren aus Landwirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft werden praxisnahe Lösungsansätze für eine nachhaltigere Nährstoffnutzung und Verwertung von Reststoffen aus der Tierhaltung entwickelt. Außerdem ist die HU an der wissenschaftlichen Analyse, der Kommunikation und strategischen Nutzung der Projektergebnisse beteiligt.
Noch keine Publikationen aus OpenAlex zugeordnet.