Dr. Schmaler erforscht die nachhaltige Intensivierung von Ackerbausystemen durch optimierte Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte, insbesondere im Kontext von Energiepflanzenanbau und Gewässerschutz. Ihr Fokus liegt auf der Minimierung von Stickstoffverlusten in den Boden und Gewässern durch gezielte Bodenbearbeitung, Düngungsmanagement und den Einsatz von Zwischenfrüchten — ein zentrales Problem für Landwirtschaftsbetriebe und Wasserwirtschaft in sandigen Böden Nordostdeutschlands. Sie entwickelt praxisreife Anbaustrategien, die Ertragsicherheit mit Umweltschutz verbinden und direkt für Agrarunternehmen, Biogasanlagen und Behörden des Gewässerschutzes anwendbar sind. Ihre Arbeiten kombinieren mehrjährige Feldversuche mit bodenchemischen Messungen, um die Wirkung von Fruchtfolgegestaltung auf Nährstoffdynamik und Grundwasserschutz zu quantifizieren.
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Dr. agr. Katrin Schmaler
HU-FIS-Profil ↗Förderer: Land Brandenburg Zeitraum: 08/2005 - 12/2009 Projektleitung: Dr. agr. Katrin Schmaler
Förderer: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Zeitraum: 04/2009 - 01/2013 Projektleitung: Dr. agr. Katrin Schmaler
Förderer: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Zeitraum: 04/2013 - 11/2015 Projektleitung: Dr. agr. Katrin Schmaler
Archives of Agronomy and Soil Science · DOI
In dreijährigen Versuchen auf zwei Standorten des nordostdeutschen Tieflandes (Müncheberg, Kreis Märkisch‐Oderland und Berge, Kreis Havelland) konnte gezeigt werden, daß Zwischenfrüchte (Gelber Senf, Ölrettich, Phacelia), die über Winter absterben, den Gehalt an mineralischen N‐Verbindungen im Boden bis Frosteintritt wirksam verringerten. In kurzer Zeit nach dem Abfrieren bis etwa Mitte Januar setzten sie jedoch bis zu 60% der aufgenommenen N‐Menge wieder frei. Die damit dem Nmin‐Pool des Bodens zugeführte N‐Menge unterlag nur zeitlich verzögert der Verlagerung in Form von NO3. Die Freisetzungsintensität wurde durch die Höhe der N‐Gabe zur Zwischenfrucht beeinflußt. Steigende N‐Mengen führten zu einer Verringerung des C/N‐Verhältnisses in den Zwischenfrüchten und zu höherer Freisetzungsintensität. Winterharte Zwischenfrüchte wie Winterraps und Winterrübsen speicherten im Vergleich dazu die aufgenommene N‐Menge wirksam in der Biomasse, so daß die NO3‐ Verlagerung im Boden bis zur Aussaat der Folgefrucht auf ein Minimum reduziert wurde.
Archives of Agronomy and Soil Science · DOI
In einem komplexen Feldversuch auf einem sandigen Standort wurde über einen Zeitraum von 5 Jahren in verschiedenen Fruchtfolgen die Wirkung unterschiedlicher Bodenbearbeitung und Mineral‐N‐Düngung auf die Nitratkonzentration in Bodenlösungen mit Hilfe einer Saugkerzenanlage untersucht. Die Nitratkonzentrationen in Bodenlösungen (60 cm Tiefe) wurden untersucht und die potentielle N‐Fracht auf der Grundlage der Nitratkonzentration im Bodenwasser und der klimatischen Wasserbilanz kalkuliert. Die Nitratkonzentrationen in Bodenlösungen folgten einer ausgeprägten jahreszeitlichen Dynamik, mit Maxima in der Hauptsickerperiode und Minima in der Vegetationszeit, wobei die Wirkung der Prüffaktoren in folgender Reihenfolge abnahm: Mineral‐N‐Düngung > Fruchtfolge > Bodenbearbeitung. In der Hauptsickerperiode wurde > 50% der jährlichen Sickerwassermenge und 36 . . . 94% der N‐Fracht ermittelt. Auf dem Untersuchungsstandort betrugen die maximalen N‐Frachten ca. 100 kg ha−1a−1. Die N‐Frachten wurden durch die N‐Entzüge der verschiedenen Fruchtarten beeinflusst. Durch mineralische N‐Düngung stiegen die N‐Entzüge von Wintergetreide um 42 . . . 85% und von Silomais um 32 . . . 53%.