Die Forschung von Dr. Timothy Moss konzentriert sich auf die soziotechnischen Dimensionen urbaner Infrastrukturen, insbesondere im Kontext von Energie- und Wassermanagement. Sie verbindet historische Analysen mit empirischen Studien, um Governance-Strategien, Partizipation und nachhaltige Entwicklung in Städten zu untersuchen. Ein zentrales Thema ist die Rolle von Infrastrukturen in politisch getrennten oder konfliktträchtigen Kontexten sowie die Integration digitaler Technologien in die Stadtplanung.
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Dr. Timothy Moss
Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines aus der Theorie abgeleiteten sowie empirisch basierten Verständnisses zur Frage, in wie weit Smart-City-Experimente zur Umgestaltung wissenspolitischer Arrangements beitragen.
Das Vorhaben erforscht vergangene und aktuelle Fälle politisch getrennter Städte, um Erkenntnisse darüber zu generieren, wie Energieinfrastrukturen - verstanden als soziotechnische Konfigurationen - in konfliktträchtigen urbanen Kontexten zur verschärften Abgrenzung oder zur grenzüberschreitenden Kooperation beitragen können. Es verbindet historische mit aktuellen Analysen, um das Verhältnis zwischen städtischen Infrastrukturen, Energiesicherheit und urbanen Konflikten zu erfassen. Vier Ziele werden dabei verfolgt. Erstens zeigt das Projekt auf, wie politische Konflikte sich in der Stromerzeugung, -verteilung und -nutzung (wie auch teilweise für Gas) in drei ikonischen getrennten Städten manifestieren: Berlin, Jerusalem und Nikosia. Zweitens analysiert es die Einbeziehung von Energieinfrastrukturen in die Resilienzstrategien dieser Städte, um die eigene Selbstständigkeit durch verstärkte Energieautarkie oder gegenseitige Abhängigkeiten durch infrastrukturelle Verflechtungen zu fördern. Drittens werden aus dem Fallvergleich Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen geopolitischem Konflikt und Energiesicherheit in städtischen Kontexten generiert: als Beitrag zur Theoriebildung an der Schnittstelle von Stadtforschung, Energieforschung und Friedensforschung. Viertens wird das Projekt die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den deutschen und israelischen Partnern an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) bzw. der Hebrew University of Jerusalem (HUJI) vertiefen und deren institutionelle Verbindungen festigen. Langfristiges Ziel ist die Bildung eines Forschungszentrums zum Thema Stadtkonflikte und Energiepolitik an der HUJI. Sechs Arbeitspakete bilden das Arbeitsprogramm des Projekts. 1) Das erste Arbeitspaket (Concepts) analysiert drei relevante Forschungsdebatten - zu städtischen Infrastrukturen, Energiesicherheit und Stadtkonflikten - hinsichtlich der Zielsetzung des Projekts. 2) Das zweite Arbeitspaket (Manifestations) untersucht Erscheinungsformen politischer Trennung in den Energiesystemen der drei ausgewählten Städte Berlin, Jerusalem und Nikosia seit 1948 bzw. 1974. 3) Das dritte Arbeitspaket (Strategies) erforscht die Strategien soziotechnischer Resilienz in den drei Städten seit der politischen Trennung bis heute. 4) Das vierte Arbeitspaket (Agency) analysiert die Rolle von Energieinfrastrukturen in den drei Städten als Instrumente des Konflikts bzw. der Kooperation. 5) Das fünfte Arbeitspaket (Trajectories) vergleicht die drei Fälle und interpretiert die Ergebnisse hinsichtlich soziotechnischer Pfadentwicklungen. 6) Das sechste Arbeitspaket (Implications) zieht Schlussfolgerungen für die Theoriebildung zum Verhältnis von städtischer Governance, Energiesicherheit und Geopolitik und für die künftige Energiepolitik in den drei untersuchten Städten. Es bereitet auch ein Folgeprojekt über eine deutlich größere Fallzahl getrennter Städte weltweit vor.
Geoforum · DOI
Urban Governance · DOI
Research on smart urbanism predominantly focusses on the production of digital knowledge. In response, this paper probes the potential and limitations of digital devices producing the kinds of knowledge needed for governing urban environments. Based on four case studies in Europe, the paper investigates what kinds of knowledge become privileged and what kinds of knowledge get overlooked when digital devices are deployed to inform urban governance. We find that non-digital knowledges are easily eclipsed, yet remain vital to effective and inclusive urban environmental governance. Our findings suggest that digital technologies need to be developed in ways that are attentive towards the different kinds of knowledge (digital and non-digital) that may be necessary for effective and inclusive urban governance. This holds for the knowledges that are used to develop digital devices and the knowledges intended to be generated through them, as well as openness towards unanticipated or overlooked knowledges that still matter.
Urban Studies · DOI
Infrastructures are key interfaces of urban resource use, connecting production to consumption, cities to their hinterland and energy to water and land use. They have, however, received scant attention in debates on nexus thinking in general, and the urban nexus in particular. Drawing on an emergent critical literature on the nexus in urban studies and science and technology studies, this article examines practices of (attempted) inter-sectoral infrastructure integration at the interface of urban wastewater treatment and regional energy provision in Germany. It analyses the nexus approaches and experiences of eight German cities / city-regions as so-called ‘flexibility providers’ in regional energy markets for electricity, gas and heating. It demonstrates how the practices of wastewater utilities operating in energy markets involve far more than technical adaptation, requiring in addition a major reordering of existing material, spatial and institutional configurations to both wastewater and energy systems. This is proving a deeply political process with important implications for our understanding of socio-technical transitions at the water-energy nexus.