PD Dr. Oliver Overwien erforscht die Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte antiker medizinischer Texte, insbesondere von Galen und Hippokrates, über mehrere Sprachräume und Jahrhunderte hinweg. Sein aktueller Fokus liegt auf der kritischen Neuedition von Galens medizinischen Schriften unter Berücksichtigung griechischer, lateinischer und arabischer Handschriften-Traditionen (DFG-Projekt 2024–2027). Er untersucht, wie antike medizinische Lehrinhalte in der spätantiken Schule von Alexandria systematisiert, gelehrt und später in arabische und syrische Übersetzungen überführt wurden – ein Wissenstransfer, der die Kontinuität und Transformation medizinischen Wissens zwischen Antike und Mittelalter dokumentiert. Für Archive, Bibliotheken und Editionsprojekte bietet seine Arbeit methodische Grundlagen zur Rekonstruktion verlorener Quellen und zur Erschließung mehrsprachiger Handschriftentraditionen; für die Wissenschaftsgeschichte liefert sie Einsichten in institutionalisierte Wissensvermittlung und kulturübergreifende Wissensrezeption.
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PD Dr. phil. Oliver Overwien
HU-FIS-Profil ↗Galens Kommentar zu den hippokratischen Aphorismen
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Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 10/2024 - 09/2027 Projektleitung: PD Dr. phil. Oliver Overwien
Intellectual History of the Islamicate World · DOI
The present article deals with the role of the Syriac intermediary within Ḥunayn ibn Isḥāq’s working process. In its first part I aim to show that the Syriac translation of the Hippocratic Aphorisms (ed. Pognon) was produced by Ḥunayn ibn Isḥāq. Since this is the first Syriac translation of an ancient medical text which can be definitely ascribed to Ḥunayn, we are now in a better position to understand his working method. In its second part I compare therefore samples of his Syriac translaton with the Greek Vorlage on the one hand and his Arabic version of this Hippocratic text on the other.
Hermes · DOI