Prof. Dr. Erwin Breitenbach
HU-FIS-Profil ↗In verschiedenen Teilsegmenten werden Aspekte der Arbeits- und Berufshinführung in sonderpädagogischen Kontexten untersucht:Teilsegment A: Einstellungen zu Arbeit und Beruf bei jungen Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten und Lernbeeinträchtigungen. Hierzu wurde eine Erhebung zur Validierung eines Fragebogeninstruments durchgeführt (Breitenbach, Stein & Ellinger 2005).Teilsegment B: Analyse von Nischen- und Einfacharbeitsplätzen für junge Menschen mit geringer Qualifizierung: Ziel ist die Auslotung von Möglichkeiten zur Verankerung in Arbeitstätigkeiten. Hierzu wurde auf Basis einer Startuntersuchung ein Leitfadeninterview zur Befragung in Wirtschaftsunternehmen entwickelt. Mit diesem wurden bisher zwei spezifische Arbeitsfelder analysiert: Weinbau sowie Altenhilfe / Altenpflege. Eine Folgeuntersuchung in der Agrarwirtschaft ist in Vorbereitung. Es ergeben sich Rückschlüsse für die Entwicklung von Qualifizierungsbausteinen, die Berufsschulen vorhalten können (Ellinger, Stein & Breitenbach 2006; Breitenbach, Stein & Ellinger 2007; Alsheimer 2007).Teilsegment C: Angestrebt wird in diesem Teilbereich eine Längsschnittuntersuchung des Verbleibs von Absolventen aus Schulen mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung sowie Lernen.
Lese-rechtschreibschwache Kinder sollen die Gelegenheit erhalten, ohne den Stress der Konkurrenz überlegener Mitschüler und ohne den Druck der Stoffbewältigung im Klassenunterricht den Schriftspracherwerb noch einmal und mit möglichst wenigen Fehlern zu wiederholen (0-Fehler-Grenze). Hierbei fassen sie am eigenen Erfolg wieder neuen Mut zum Umgang mit der Schrift und können an die durchschnittlichen Leistungen in ihrer Stammklasse herangeführt werden.
In der Johann Wilhelm Klein-Akademie Würzburg (früher bentheim bildung) findet seit 2001/02 jährlich ein Interdisziplinärer Kurs Legasthenie statt. Eines seiner Ziele ist die Verbesserung der Förderpraxis für gefährdete LRS-Kinder in der Primarstufe. Inzwischen haben den von der Regierung in Unterfranken unterstützten Kurs etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolviert, etwa ein Drittel davon hat im Rahmen einer Supervision drei selbständig und erfolgreich bearbeitete Fallstudien aus der eigenen Arbeit vorgelegt. In Unterfranken hat sich somit eine beachtliche Förderkompetenz auf diesem Spezialgebiet angesammelt, die im Bereich der Schule möglichst wirksam und kontrolliert eingesetzt werden sollte. Aus diesen Überlegungen heraus ist der Vorschlag einer Intensivförderung lese-schreibschwacher Jugendlicher in einer Kleingruppe erwachsen.
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