Prof. Klotz erforscht die Wahrnehmung und Bedeutung von Musik aus einer historischen und psychologischen Perspektive, mit aktuellem Fokus auf die Gestalt-psychologischen Grundlagen der Klangwahrnehmung (Timbre) und die universellen sowie kulturellen Ursprünge musikinduzierter emotionaler Reaktionen. Seine Arbeiten verbinden historische Musikwissenschaft mit kognitiven Theorien und untersuchen, wie Menschen Musik verstehen und emotional erleben — von der Analyse historischer Korrespondenzen über experimentelle Wahrnehmungsforschung bis zur Untersuchung spezifischer Musikgenres wie christlicher Flamenco. Für Unternehmen und Institutionen relevant ist sein Wissen zur Gestaltung von Hörerlebnissen, zur Archivierung und Digitalisierung von Musikbeständen sowie zur empirischen Messung von Musikwirkung, was Anwendungen in Medienproduktion, Kulturinstitutionen und Akustikdesign eröffnet.
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Prof. Dr. Sebastian Klotz
HU-FIS-Profil ↗Die Aufdeckung universeller und kultureller Ursprünge musikinduzierter Affekte
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Die Aufdeckung universeller und kultureller Ursprünge musikinduzierter Affekte
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Oxford Berlin Research Partnership - Flexible Funds VIII
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Förderer: DFG Sachbeihilfe Zeitraum: 04/2017 - 05/2023 Projektleitung: Prof. Dr. Sebastian Klotz
Förderer: Volkswagen Stiftung Zeitraum: 06/2020 - 12/2021 Projektleitung: Prof. Dr. Sebastian Klotz
Förderer: DAAD Zeitraum: 01/2024 - 12/2025 Projektleitung: Dr. Mats Küssner, Prof. Dr. Sebastian Klotz
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Die Erfindungen von Athanasius Kircher und Johann Philipp Kirnberger markieren die zeitlichen Eckpunkte des Zeitraumes, in dem Komponierkästchen, musikalische Automaten, Würfelspiele zur Erzeugung von Menuetten und Polonaisen, musikalische Farbenklaviere, Fantasiermaschinen u. a. Projekte entwickelt wurden. Sebastian Klotz analysiert diese Automaten, Tabellen, Kompositionshilfen und Würfelspiele und verdichtet seine Ergebnisse zu einer Geschichte der Formalisierung des Musikalischen. Indem Klotz das Operativwerden musikalischer Zeichen und die Auslagerung des musikalischen Denkakts in technische Medien aufeinander bezieht und durch eine Vielzahl von Abbildungen dokumentiert, kann er den vielfältigen Experimentierraum für die Musikgeschichte in grundlegender Weise erschließen. Pressestimmen: "Gegen jeden historiographischen Mainstream werden hier das 17. und das 18. Jahrhundert in dieselbe Narration eingebunden, italienische, englische und französische Beiträge zum Thema werden genauso untersucht wie deutsche, und Uhrmacher erhalten die gleiche Aufmerksamkeit wie Mathematiker, Philosophen oder Musikgelehrte. Diese im besten Sinne 'interdisziplinäre' Anlage macht das Buch auch (und vielleicht gerade) für Nicht-Musikwissenschaftler zu einer höchst anregenden und perspektivenreichen Lektüre." Melanie Wald in: Das Achtzehnte Jahrhundert, 33 (2009) 1
Die Beiträge des Bandes, unter anderen von Hans Ulrich Gumbrecht, David E. Wellbery und Hermann Schmitz, analysieren die historische Semantik der Stimmung im ästhetischen Diskurs, ihre Ideengeschichte und exemplarische Ausprägungen in Literatur, Musik und Kunst. Das Thema ›Stimmung‹ hat Konjunktur im Rahmen der Geisteswissenschaften und der Emotionsforschung. ›Stimmung‹ meint zumeist eine diffuse Gefühlslage, in der sich ein Subjekt mit der Außenwelt oder anderen Subjekten verbindet und diesen Zustand als Erweiterung des Selbst erfährt. Als ästhetische Kategorie wird der Begriff um 1800 eingeführt und behauptet sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Er unterläuft die übliche Unterscheidung von Subjekt und Objekt und zieht gerade daraus sein Potential.