Dr. phil. Michaela Knecht
HU-FIS-Profil ↗Das internationale Kolloquium zur Expansion "multikultureller" Sommerkarnevale in Europa verfolgt drei Ziele: Erstens sollen durch einen Vergleich verschiedener Sommerkarnevale Differenzen in den Verlaufsstrukturen, den ästhetischen Produktionen und den mit ihnen verbundenen sozialen Praxen herausgearbeitet und im Kontext ihrer divergenten soziokulturellen, städtischen und politischen Prägungen analysiert werden. Zweitens geht es um Fragen des Transfers von Stilen, Organisationsformen, Diskursen und Akteuren zwischen den unterschiedlichen Sommerkarnevalen, sowohl in Europa als auch darüber hinaus, und um die mit diesen Transferpraxen verbundene Herausbildung transnationaler Bezüge und Netze. Drittens soll das Kolloquium durch seine Arbeit mit der Methode der "comparison of distant case studies" (Gingrich 2000) heuistisch und explorativ zur Theoriebildung über urbane "Spektakel der Identität und der Differenz" und ihre Rolle in gegenwärtigen Europäisierungsprozessen beitragen.Im Zentrum stehen hierbei Überlegungen zur Art und Weise, wie die Sommerkarnevale Gefühle der Erwartung und Spannung erzeugen, wie Differenz und Zugehörigkeit im öffentlichen Raum ausgehandelt werden und wie beides wiederum mit politischen Programmen und Formen der Regulierung zusammenhängt.
Buchprojekt zum Studienprojekt "Zwischen Weltstadt und lokaler Praxis: Karneval der Kulturen in Berlin". Leitung: Prof. hc. Barbara John, Dr. Michi Knecht
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