Prof. Dr. Astrid Lorenz
HU-FIS-Profil ↗<p>Die Literatur betont die Beständigkeit von Verfassungen, die als Kerndokumente politischer Systeme zumeist unter einen besonderen Schutz gestellt sind. Tatsächlich aber - und ungeachtet dieses Schutzes - ist weltweit eine große konstitutionelle Dynamik beobachtbar. Es scheint, als müssten wir unsere normativ begründete Vorstellung von Verfassungen und ihrer Rolle überdenken.</p> <p>Das Projekt untersucht anhand ihrer Grundgesamtheit quantitativ, welche Demokratien in welchem Maße betroffen sind und ob sich statistische Zusammenhänge zwischen in der Literatur erwähnten Variablen und der Häufigkeit von Reformen feststellen lassen sowie qualitativ (hier anhand eines most-different-cases-Vergleichs ausgewählter Fälle), wie Akteure Verfassungsmodifikationen aushandeln.<br>(Habilitationsprojekt)</p>
Das Projekt zielt darauf ab nachzuzeichnen, inwiefern die Verfassungspolitik in den aus den DDR-Bezirken fusionierten neuen Ländern von der Aufarbeitung der historischen Erfahrungen der Diktatur und des Systemwechsels geprägt war und ist sowie inwiefern die auf DDR- und Bundesebene zunächst angestrebte, dann aber weitgehend ungenutzte Chance auf Verankerung spezifischer Verfassungselemente und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit aufgegriffen wurde. (Publikationsvorhaben)
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