Prof. Aschmann erforscht Kulturgeschichte und Emotionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, mit aktuellem Fokus auf die Verflechtung von Kultur, Politik und Gewalt in historischen Entscheidungsprozessen. Sie untersucht etwa die emotionalen und sozialen Folgen kirchlicher Entscheidungen (wie der Enzyklika Humanae Vitae), die Rolle von Gefühlen in politischen Krisen (katalanischer Separatismus, spanische Verfassungsfragen) und Gewaltphänomene in historischen Konflikten (Deutsch-Französischer Krieg, spanische Karlistenkriege). Ihre Arbeiten verbinden Archivforschung mit Diskursanalyse und richten sich auf die Rekonstruktion von Entscheidungskulturen und deren emotionalen Grundlagen. Für Institutionen und Archive ist ihr Ansatz relevant, um historische Umbruchmomente und ihre gesellschaftlichen Nachwirkungen besser zu verstehen; für Museen und Gedächtnisinstitutionen bietet sie Perspektiven auf die Vermittlung komplexer historischer Konflikte.
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Prof. Dr. Birgit Aschmann
HU-FIS-Profil ↗Zeitraum: 05/2013 - 06/2013 Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Aschmann
Förderer: Alexander von Humboldt-Stiftung Zeitraum: 06/2016 - 06/2018 Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Aschmann
Förderer: Andere inländische Stiftungen Zeitraum: 10/2019 - 09/2023 Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Aschmann
»Kinder, Küche, Kirche« gilt allgemein als Stereotype für das Rollenbild der Frau in der Adenauer-Ära. Das Beispiel des Katholischen Deutschen Frauenbundes zeigt eine andere, weitaus dynamischere Wirklichkeit. Die dort engagierten Katholikinnen kämpften um politischen Einfluss und setzten sich für bessere Berufschancen von Frauen sowie für die Anerkennung der Haus- und Familienarbeit ein. Innerhalb der Kirche forderten sie Frauenquoten in Laiengremien. Diese überzeugende Studie gibt einen neuen Einblick in religiöses Selbstverständnis, katholische Netzwerke, gesellschaftspolitische Diskussionen und Gestaltungsräume der katholischen Frauenbewegung nach 1945.
Dialnet (Universidad de la Rioja)
Cuadernos de Historia Contemporánea · DOI
In the19th and 20th centuries, prevailed the view that the policy is only made with the head and not with any other part of the body or the soul. Emotions, then, were underestimated for a long time. But in 1908, Georg Simmel, who was rediscovered in the late 20th century as “the precursor of the sociology of emotions, drew attention to how the emotional bonds between men unite (and separate) them under any circumstances and in any historical period. After the emotional turn generated by the events of September 11, 2001, considered the catalyst for change historiographical trend, the emotional is present in the historiographical agenda and has called into question the concepts of modernity implicitly relied on a gradual decline of emotions in favor of rationality. To examine this deeper, the article analyzes the role of emotions in the metanarratives of modernity and implements these principles using the example of concrete manifestations of fear. It will finally answer the question of what consequences it can have the study of emotions to a new concept of modernity.