Prof. i. R. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth
HU-FIS-Profil ↗Im Projekt wird die Kommunikation über weibliche Bildung zwischen Deutschland, England und Nordamerika rekonstruiert, wie sie in und zwischen diesen Ländern sowie auf internationaler Ebene zwischen 1890 und 1945 stattgefunden hat. Ziel ist die Darstellung von Austauschprozessen, mit Hilfe derer das Weibliche in den Referenzländern gestaltet worden ist. Vor dem Hintergrund der jeweiligen nationalen pädagogischen Kultur, Bildungs- und Staatspolitik wird gefragt, wie sich die internationale Kommunikation, getragen vor allem von der Frauenbewegung, von Berufsverbänden, aber auch von einzelnen, meist männlichen, Personen aus dem öffentlichen Leben auf konzeptionelle und institutionelle Entwicklungen im Bereich weiblicher Bildung ausgewirkt hat.
<p>Es soll die Geschichte der Erziehungswissenschaft in Deutschland von der Phase der theoretisch-programmatischen Ausdifferenzierung im ausgehenden 18. Jh. bis zum Ende der ersten Phase der Institutionalisierung im Wissenschaftssystem, 1945, als eigenes Wissenssystem in seiner typischen, mehrfachen Referenz und mit der dafür notwendigen Kombination historiographischer Perspektiven analysiert werden:<br>1. aus dem Diskurs über die Möglichkeit und Funktion eines als Wissenschaft ausdifferenzierten Wissens über Bildung und Erziehung,<br>2. in der Bedeutung für Profession und System öffentlicher Erziehung und<br>3. als forschende Disziplin im Kontext der Bildungsforschung insgesamt.</p><p>Die leitende These ist, dass sich im Prozess der Disziplinbildung Momente der Normalisierung und ein Sonderweg pädagogischer Reflexion in einer Weise überlagern, die den spezifischen Status der Erziehungswissenschaft in Deutschland sowohl sozial als auch epistemologisch auf Dauer prägen.</p>
Im Projekt wird die Kommunikation über weibliche Bildung zwischen Deutschland, England und Nordamerika rekonstruiert, wie sie in und zwischen diesen Ländern sowie auf internationaler Ebene zwischen 1890 und 1945 stattgefunden hat. Ziel ist die Darstellung von Austauschprozessen, mit Hilfe derer das Weibliche in den Referenzländern gestaltet worden ist. Vor dem Hintergrund der jeweiligen nationalen pädagogischen Kultur, Bildungs- und Staatspolitik wird gefragt, wie sich die internationale Kommunikation, getragen vor allem von der Frauenbewegung, von Berufsverbänden, aber auch von einzelnen, meist männlichen Personen aus dem öffentlichen Leben auf konzeptionelle und institutionelle Entwicklungen im Bereich weiblicher Bildung ausgewirkt hat.
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