Prof. Dr. phil. Detlef Rößler
HU-FIS-Profil ↗Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht Archäologie als Disziplin und alskulturwissenschaftliche Methode. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert istdie zugleich historiographisch wie technisch definierte Archäologie zurLeitwissenschaft eines transdisziplinären Diskurses geworden. VonPhilosophen und Kulturwissenschaftlern wie Kant, Freud, Benjamin undFoucault wurde sie genutzt, um den Zweifel an den historiographischenErzählungen der Geistesgeschichte zu bezeichnen. Die Multivalenz vonArchäologie hat zudem in die Künste ausgestrahlt. Das Forschungsvorhabenbearbeitet in 10 Teilprojekten den komplexen Zusammenhang zwischenArchäologie, Archäometrie, Philosophie, Geschichte und Kunst.
Ziel des Projekts ist eine systematische Studie zur Religionsgeschichte der Provinz Dakien im Kontext des Römisches Reiches. Der von PD Dr. Alfred Schäfer erarbeitete Band wird in der Reihe "Religion der römischen Provinzen (RPP)" erscheinen.
Die Archäologie als Disziplin und als kulturwissenschaftliche Methode stand im Zentrum eines Forschungsvorhabens, das im Rahmen der Förderinitiative "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften" von 2002 bis 2005 gefördert wurde. Der Archäologie wurde dabei eine Leitfunktion in dem Diskurs zugesprochen, der die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu überwinden sich anschickt: Anders als die meisten Geisteswissenschaften ist sie auf materielle Speicher sowie auf die wissensproduzierende Rolle des Technischen - d.h. auf die "Archive der Vergangenheit" (Theodor Mommsen) angewiesen. Die im Rahmen dieser Förderung begonnenen und noch nicht beendeten Qualifizierungsprojekte sollen nun abgeschlossen werden.
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