Prof. Dr. (Ph.D.) Andreas Thiel
HU-FIS-Profil ↗Das Projekt trägt zur Theoriebildung über die Determinanten der maßstäblichen Organisation der Governance von natürlichen Ressourcensystemen in der Europäischen Union bei. Die Forschung greift einen Gegenstand auf, der von den angelsächsischen kritischen Geographen thematisiert wurde, die „Politics of Scale“. Zur Theoriebildung bedient sich die Forschung eines analytischen Rahmenwerks, das aus Theorien des Institutionellen Wandels und der Mehrebenenpolitik abgeleitet wurde. Die thematisierten Prozesse beinhalten die Veränderungen der administrativ zuständigen Ebenen, der Beziehungen zwischen verschiedenen Ebenen von Akteuren und der räumlichen Abgrenzung von Kompetenzen (Beispiel: Dezentralisierungsprozesse). Das Projekt erforscht die diesbezüglichen Implikationen der Implementierung zweier europäischer Regelwerke in den Mitgliedsstaaten: der Wasserrahmenrichtlinie und der Meeresstrategierahmenrichtlinie. Beide formulieren den Anspruch der Erreichung des guten ökologischen Status der Gewässer. Durch die Anwendung des identischen analytischen Rahmens und der gleichen Methodik sollen auf analytischer Ebene Vergleiche bzgl. der Determinanten der beschriebenen Veränderungen in den Fallstudienländern Deutschland, Portugal und Spanien und ihrer jeweiligen Meeres- und Wasserregulierung gezogen werden. Hierzu werden qualitative und quantitative Daten gesammelt. Speziell soll auf die Rolle der Charakteristika von sozial-ökologischen Transaktionen eingegangen werden, sowie auf die Struktur der jeweiligen Entscheidungsprozesse und Veränderungen des jeweiligen Kontexts (Ideologie, interdependente Institutionen, Technologien, etc.). Die Forschung wird darüber hinaus die Konzeptualisierung des Staates in diesen Prozessen aus der Sicht der Institutionenökonomie weiterentwickeln.
Das Projekt trägt zur Theoriebildung über Einflussfaktoren der auf Ebenen („Scales“) bezogenen Organisation der Governance natürlicher Ressourcensysteme bei und evaluiert deren Implikationen. Die Forschung greift einen Gegenstand auf, der von den kritischen Geographen thematisiert wurde, die „Politics of Scale“. Die thematisierten Prozesse beinhalten die Veränderungen der administrativ zuständigen Ebenen, der Beziehungen zwischen Ebenen von Akteuren und der räumlichen Abgrenzung von Kompetenzen (Beispiel: Dezentralisierungsprozesse). Das Projekt baut auf Arbeiten zu Veränderungen der Organisation der Wassergovernance in Europa auf und vergleicht diese mit den Implikationen der Implementierung der europäischen Meeresstrategierahmenrichtlinie für die ebenfalls an Ebenen orientierte Organisation der Meeresgovernance. Durch die Anwendung des identischen analytischen Rahmens, der aus Theorien des Institutionellen Wandels und der Mehrebenenpolitik abgeleitet wurde, soll speziell auf die Rolle der Charakteristika von sozial-ökologischen Transaktionen für die Neuorganisation der Governance eingegangen werden. Darüber hinaus wird die Konzeptualisierung der Rolle des Staates in diesen Prozessen weiterentwickelt. Ein zweiter Forschungsschritt entwickelt Methoden, die der Erforschung der Implikationen der Neuorganisation der Wassergovernance für Politiknetzwerke, mentale Modelle und die Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Wassergovernance dienen, und wendet diese an.
ENTITLE ist eine EU Projekt, das im Rahmen der Marie Curie Förderung Unterstützung als Initial Training Network erhält. Es bildet 17 Forscher*innen in dem sich disziplinenübergreifend neu ausbildenden Gebiet der Politischen Ökologie aus. Das Ausbildungsprogramm umfasst die theoretischen und analytischen Grundlagen, die zum Einsatz in der Umweltpolitikanalyse, in der Lobbyarbeit und in Forschung und Ausbildung notwendig sind. Das Projekt ist in verschiedene Teile aufgegliedert, die sich mit der Analyse von Umwelt-Konflikten, ökologische Bewegungen, Naturkatastrophen, der Veränderungen von Gemeingütermanagement, dem Umweltschutz, Gerechtigkeitsaspekten und Demokratieaspekten widmen. Die Forschung basiert auf einer Reihe von empirischen Untersuchungen geographisch und thematisch eingegrenzter Fallstudien. Die Forscher*innen des Netzwerks arbeiten zusammen, um einen gemeinsamen theoretischen und methodischen Rahmen für das Projekt zu erstellen, der die Grundlage für die empirische Forschung und die Synthese der Ergebnisse der einzelnen Fälle bietet. Die Forschung wird handlungs- und politisch relevant sein und in eine Reihe von Aktions- und Policy Briefs münden, die dazu dienen sollen die Zivilgesellschaft und politische Entscheidungsträger einzubinden. Die Ausbildung umfasst ein integriertes Curriculum von lokalen und netzwerkbasierten Intensivkursen und Sommerschulen. Diese Reihe von Sommerschulen wird einige der weltweit führenden Wissenschaftler*innen auf diesem Gebiet vereinigen und überwindet damit die Fragmentierung der bestehenden Forschung zu Politischer Ökologie in Europa. Das Netzwerk ist in eine Reihe von verwandten Forschungsprojekten integriert und baut auf zuverlässige und leistungsfähige Partner mit fundierten Erfahrungen im EU-Projektmanagement auf. Mitglieder*innen des Forschungsnetzwerks werden so ausgebildet werden, dass sie in der Forschung, im öffentlichen Dienst, in Nichtregierungsorganisationen oder in der Beratungsbranche eingesetzt werden können.
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