Dr. Marsh erforscht die technische Terminologie in Aristoteles' Poetik, insbesondere die präzisen Definitionen von Schlüsselbegriffen wie mimesis, ēthos und mythos. Sein aktueller Fokus liegt darauf, zu zeigen, dass Aristoteles diese Wörter als spezialisierte literaturkritische Fachbegriffe verwendet, deren Bedeutung sich von ihrer alltäglichen Verwendung unterscheidet — etwa dass mimesis nicht einfach ‚Imitation' bedeutet, sondern eine spezifische Organisationsform von Imitationen innerhalb eines Kunstwerks beschreibt. Diese Arbeit ermöglicht ein präziseres Verständnis antiker Literaturtheorie und kann Grundlagen für moderne Narratologie und Textanalyse klären. Die Ergebnisse sind relevant für Geisteswissenschaftler, Editionsprojekte und alle, die sich mit antiker Philosophie oder klassischer Literaturinterpretation befassen.
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Dr. Loren D. Marsh
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe) Zeitraum: 10/2020 - 09/2026 Projektleitung: Dr. Loren D. Marsh
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Abstract Scholars often assume that Old Comedies based on mythological stories differed from other Old Comedies primarily by their mythological plot material, and that therefore they shared the structural features of the surviving plays of Aristophanes. I show that the evidence may instead indicate that these Old Comedies did not as a rule have a parabasis or an agon. The structure of mythological Old Comedy could then have resembled the satyr play more closely than Aristophanic Old Comedy, meaning genre did not necessarily determine form.