Prof. Dr. agr. Helmut Herzog
HU-FIS-Profil ↗Sorghum und Hirse (Panicum mileaceum) sind im semiariden Klima Nordost-Afrikas beheimatet und bilden dort die Nahrungsgrundlage der Bevölkerung und die primäre Einkommensquelle der Landwirtschaft auf der Basis des Regenfeldbaus. Letztere Produktionsform dürfte in naher Zukunft an Gewicht gewinnen, da der Anbau dieser Getreidearten aus den Bewässerungsgebieten aus Kostengründen verdrängt werden. Eine notwendige Ertragssteigerung im Regenfeldbau kann nur über ein günstigeres Trockenstressverhalten erreicht werden. Ein Vergleich verschiedener Genotypen beider Arten unter simulierten Stress-Perioden soll zur Identifizierung günstiger Merkmalskombinationen beitragen. Untersucht werden Ertragsstruktur, Gaswechsel, Transpirations- und Wassernutzungseffizienz.
Wasserknappheit ist ein die landwirtschaftliche Produktion zunehmend begrenzendes Phänomen, das unmittelbar durch Klimaänderungen und mittelbar durch steigende Wasserkosten bedingt wird. Insofern gewinnt der effektive Einsatz bzw. Verbrauch von Wasser in der Pflanzenproduktion wachsende Bedeutung. Ziele des Projektes sind die Transpirationseffizienz (TE) mittels verschiedener Verfahren (z.B. direkt über Wasserverbrauch, indirekt über Gaswechsel) und weitere Parameter, die mit der TE bzw. der Wassernutzungseffizienz assoziert sind bzw. sein könnten, an verschiedenen Genotypen zu erfassen, um (a) effiziente Ideotypen bzw. (b) geeignete Messparameter im Sinne eine Zuchtverbesserung zu identifizieren.
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