Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Dietrich Benner
HU-FIS-Profil ↗Das Vorhaben vergleicht teleologische, szientifische, geisteswissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, phänomenologische Wissens- und Wissenschaftsbegriffe und arbeitet deren implizite und explizite Begriffe des Lehrens und des Lernens, der Erfahrung und des Unterrichts heraus. Angestrebt wird eine Didaktik der gymnasialen Oberstufe, die verschiedenen Positionen von Kritik verpflichtet ist.
Die Studie betritt Neuland in der Forschung, weil sie zeigt, dass die beiden disparaten frühen Schriften über die Religion, Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern und die Monologen aufeinander bezogen gelesen werden können und müssen. Sichtbar wird ein Kategoriengefüge im gesamten Denken Schleiermachers, das dessen Erziehungs- und Glaubenslehre, aber auch seine Ethik und Dialektik und nicht zuletzt seine schulreformerischen Überlegungen als konsequente Weiterführung und Erweiterung von Reflexionsformen ausweist, die zuerst in den Reden und den Monologen ausgearbeitet wurden. Es kommt ein Schleiermacher zu Wort, der agonal argumentiert, weil er sich die Trennung gefallen lässt und die Berührung der Vereinigung vorzieht. Für die Verhältnisbestimmung von Bildung und Religion heute erweist sich dieses Schleiermachersche Prinzip einer auf Polaritäten abhebenden Reflexionsbewegung als zukunftsweisend. Die vorliegende transdisziplinäre Studie schreibt die beiden frühromatischen Abhandlungen Schleiermachers in einen bildungstheoretischen Kontext ein, der besonders für den religionspädagogischen Diskurs fruchtbar ist.
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