Prof. Dr. rer. nat. Katja Werheid
HU-FIS-Profil ↗Eine Verzerrung emotionaler Bewertungen im Sinne eines affektiven Bias ist ein vielfach bestätigtes Phänomen bei depressiven Patienten. Übergreifendes Ziel ist die genauere Charakterisierung der neurofunktionalen Korrelate des affektiven Bias mit Hilfe ereigniskorrelierter Hirnpotentiale. Im Einzelnen untersucht das vorliegende Projekt, ob diese Urteilsverzerrung auf einer verminderten Zuwendung zu positiven Informationen oder auf einer erhöhten Zuwendung zu negativen Informationen beruht, und ob sich depressive Patienten von gesunden Probanden bezüglich potentieller EKP-Korrelate des negativen Bias unterscheiden.
Das Projekt ist eine randomisierte kontrollierte Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit einer neuropsychologisch begründeten Verhaltenstherapie für Patienten im Frühstadium der Alzheimer-Demenz unter Alltagsbedingungen. Die 3-monatige Behandlung besteht aus einer Kombination von verhaltenstherapeutischen Interventionen mit nachgewiesener Wirksamkeit zur Aufrechterhaltung der Alltagsfunktionen, zur Steigerung der Lebensqualität und zur Reduktion von Depressivität. Das vorliegende Teilprojekt umfasst das Zentrum für die Erstellung von Therapiemanual und -material.
Das Projekt untersucht, inwieweit Emotionen durch sprachliche Rituale reguliert werden können. Hintergrund ist die Hypothese, dass rituelle Kontexte durch ihren hohen Grad struktureller Parallelisierung der Synchronisierung von Emotionen in sozialen Gruppen dienen und ein positives Gefühl der Kontrolle hervorrufen. Sie sind daher auch bei beeinträchtigter semantischer Verarbeitung geeignet, den Eindruck subjektiver Kontrollierbarkeit zu evozieren und hierdurch emotionsstabilisierend zu wirken.
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