PD Dr. Dr. Joachim Willems
HU-FIS-Profil ↗Unter welchen Bedingungen erleben und beurteilen Jugendliche religiöse Pluralität als problematisch oderunproblematisch? Welche Konsequenzen ergeben sich aus einer empirischen Klärung dieser Frage für dieEntwicklung einer multidisziplinär ausgewiesenen religionspädagogischen Theorie der kulturellen Steuerungdes Umgangs mit religiöser Pluralität und für die Weiterentwicklung einer interreligiös orientiertenReligionsdidaktik?Diese Fragen sollen in REVIER beantwortet werden. Zu diesem Zweck ist empirisch zu erheben, in welchenFällen Jugendliche unterschiedlicher Religionszugehörigkeit eine interreligiöse Überschneidungssituation alseinen interreligiösen Critical Incident (CI) oder einen interreligiösen Non-Critical Incident (NCI) erleben, wieJugendliche interreligiöse CI und NCI interpretieren, und unter welchen Bedingungen religiöse Pluralität als'problematisch' oder als 'unproblematisch' interpretiert wird.Zur Ermöglichung des empirischen Teils des Projekts ist zunächst ein theoretischer bzw. heuristischerRahmen für die Formulierung der Interview-Leitfäden und die Interpretation der Interviews zu erarbeiten, derErgebnisse aus den Bereichen der Sozial- und Entwicklungspsychologie sowie der Religionssoziologieberücksichtigt.In enger Verzahnung mit den empirischen Teilprojekten soll eine religionspädagogische Theorie derkulturellen Steuerung des Umgangs mit religiöser Vielfalt in Gesellschaft und Schule erarbeitet werden, dieeine Klärung normativer Fragen einschließt und didaktische Konsequenzen für einen interreligiös orientiertenReligionsunterricht zieht.
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