Dr. Axel Klie erforscht nachhaltige Ernährungssysteme der Zukunft und untersucht dabei alternative Nahrungsquellen wie Salzpflanzen, Makroalgen und urbane Wildsammlung. Sein Fokus liegt auf der Frage, wie Städte in die Lebensmittelproduktion eingebunden werden können und wie sozio-kulturelle Transformationen hin zu nachhaltigen Ernährungsweisen gelingen. Er verbindet dabei Klimaanpassungsforschung mit partizipativen Methoden, um die Wechselwirkungen zwischen ökologischen Veränderungen, gesellschaftlichen Anpassungsmaßnahmen und lokalen Initiativen zu verstehen. Seine Arbeiten adressieren Fragen der Ernährungssicherheit, Stadtentwicklung und des Übergangs zu postfossilen Gesellschaften.
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Dr. Axel Klie
HU-FIS-Profil ↗Wie können wir zukünftige Generationen mit ausreichend gesunden Lebensmitteln versorgen? Sind Salzpflanzen, Makroalgen, Grillen und Quallen Alternativen zu traditionellen Nahrungsquellen? Und wie können wir den städtischen Raum in die Lebensmittelproduktion einschließen?Das Verbundprojekt food4future – Nahrung der Zukunft (f4f), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Agrarsysteme der Zukunft, untersucht radikale Innovationen für eine nachhaltige und gesunde Lebensmittelversorgung.Durch die Entwicklung und Anpassung von Schlüsseltechnologien – (UV)LED-Technologie und Composit-Leichtbau-Werkstoffen – werden Innovationsansätze entwickelt und auf ihre technische Realisierbarkeit, ihre ökonomische und ökologische Tragfähigkeit überprüft.food4future erforscht zunächst Makroalgen, salztolerante Pflanzen, Grillen und Quallen als mögliche alternative Nahrungsquellen. Diese können dann in den neuartigen, flexibel gestaltbaren modularen Systemen im städtischen Raum angezogen und daraus Nahrungsmittel hergestellt werden.In food4future führen wir soziologische und anthropologische Untersuchungen durch und beschäftigen uns mit verschiedenen Zukunftsszenarien. Diese helfen uns, mögliche Herausforderungen einer künftigen Ernährungssicherung zu identifizieren und Innovationen voranzutreiben.
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Der Klimawandel bringt viele höchst ungewisse Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft mit sich, und seine Risiken erfordern umfassendere Bewertungen. Dies erfordert ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Klimaauswirkungen, Anpassungs- und Mitigationssmaßnahmen. SPARCCLE wird neue, methodische Fähigkeiten entwickeln, indem es Wissen über Forschungsgemeinschaften hinweg verknüpft. Eine umfassende Risikobewertung wird unter anderem folgende Aspekte einschließen: die Erstellung detaillierter sozioökonomischer Daten und Projektionen, Bottom-up-Analysen mehrdimensionaler Klimaanfälligkeiten, einschließlich bisher wenig erforschter Aspekte wie geschlechtsspezifische Ungleichheiten, hochauflösende probabilistische Gefahrenanalysen and Analysen von Schäden. Ferner werden die Synergien und Trade-offs zwischen Mitigations- und Anpassungsmaßnahmen analysiert. Eingesetzt werden außerdem integrierte Top-down-Bewertungsrahmen und multisektorale makroökonomische Modelle, sozioökonomische Analysen, wobei sektorübergreifende und Spillover-Effekte ebenso analysiert werden wie Auswirkungen auf Verteilungsfragen. Darüber hinaus wird mit Stresstestszenarien gearbeitet, um ein besseres Verständnis der kritischen Klimarisiken und ihrer Bewältigung zu erlangen.Das Co-Design und die Co-Entwicklung von Instrumenten und Prozessen mit Akteuren des privaten und öffentlichen Sektors, einschließlich der GFS, wird die Nutzung und den Aufbau von Kapazitäten verbessern und die Kluft zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis überbrücken; all dies wird durch etablierte offene wissenschaftliche Daten und Modelle untermauert und über verschiedene Medien, einschließlich Online-Entscheidungshilfeplattformen und öffentliche API, verbreitet. Die Ergebnisse von SPARCCLE werden sich an den laufenden klimapolitischen Zielen wie der Mission Adaptation und dem EU Green Deal orientieren, um neue Erkenntnisse und Entscheidungshilfen für eine solide Klimaschutz- und Anpassungspolitik zu liefern und zur Gestaltung gesellschaftlicher Transformationspfade in der EU beizutragen.