Malte Brinkmanns Forschung verbindet phänomenologische Erziehungswissenschaft mit empirischer Unterrichtsforschung, wobei er Aufmerksamkeitspraxen, Lehrkräftebildung und das Konzept der 'Übung' durch videographische und ethnographische Methoden untersucht. Ein signifikanter Teil seiner Publikationen befasst sich zudem mit theoretischen Grundlagen der Bildung, Embodiment und der Rolle von Emotionen im Lernprozess. Parallel dazu publiziert er in den Naturwissenschaften, speziell zur Materialcharakterisierung und Elektrochemie von metallfreien Silizium-Heterojunction-Solarzellen. Seine Arbeit ist stark interdisziplinär angelegt und integriert qualitative Sozialforschung mit naturwissenschaftlicher Experimentierpraxis.
🔒 Das System hat 982 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Dr. Malte Brinkmann
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 08/2017 - 11/2017 Projektleitung: Prof. Dr. Malte Brinkmann
Förderer: Robert-Bosch-Stiftung Zeitraum: 09/2017 - 08/2019 Projektleitung: Prof. Dr. Malte Brinkmann
Förderer: DFG Sachbeihilfe Zeitraum: 11/2018 - 10/2023 Projektleitung: Prof. Dr. Malte Brinkmann
Die Übung ist eine elementare und produktive Lernform. In der Praxis des Übens fallen gewusstes Können und gekonntes Wissen zusammen. Geübt wird nur, wenn man »es« noch nicht kann, wenn man scheitert und es aufs Neue versucht. In den negativen Erfahrungen und in der verändernden Wiederholung manifestieren sich die produktiven Chancen der Übung. Was ist das Besondere und Gemeinsame sinnlich-ästhetischer, leiblich-motorischer und geistig-reflexiver Übungen? Wie lassen sich Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen einüben und umüben? Welche Rolle spielen dabei leibliche, zeitliche und machtförmige Erfahrungen? Gegen die landläufige Verkürzung auf Drill, Automatisierung und Regelanwendung wird eine zeitgemäße, grundlagen- und sozialtheoretisch ausgewiesene Theorie und Didaktik der Übung vorgestellt. Aktuelle Trends der Erziehungs- und Kul-tur-wissenschaften, Fachdidaktiken und der Lehr-Lernforschung werden aufgegriffen und Übungsformen der Antike, der frühen Neuzeit und der Reformpädagogik untersucht.
Rezension von: Michael Schratz / Johanna F. Schwarz / Tanja Westfall-Greiter: Lernen als bildende Erfahrung, Vignetten in der Praxisforschung, Mit einem Vorwort von Käte Meyer-Drawe und Beiträgen von Horst Rumpf, Carol Ann Tomlinson, Mike Rose u.a., Innsbruck: Studienverlag 2012 (161 S.; ISBN 978-3706551182)