Prof. i.R. Dr. Dr. h.c. Bernd Wegener
HU-FIS-Profil ↗Das Projekt "Zeichen setzen" will einen praktischen Beitrag zur Ausländerintegration an Schulen leisten. Es sollen Unterrichtseinheiten entwickelt werden, die diesem Ziel dienen. In 9 Bundesländern werden Lehrer und Schüler ausgewählter Schulen in dafür entwickelten Trainingskursen geschult, um anschließend als Multiplikatoren tätig zu werden. In einer Pilotphase in Berlin und Hessen werden die Trainingseinheiten ausprobiert und zur weiteren Anwendung fortentwickelt. Das Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität (Berlin) hat - zusammen mit der Universität Gießen (Hessen) - die wissenschaftliche Begleitung des Projekts in einer "ongoing evaluation" übernommen.
<p>Das ISJP ist ein Forschungsprogramm, an dem Sozialwissenschaftler aus zwölf Ländern beteiligt sind, mit dem Ziel, die Einstellungen zur sozialen Gerechtigkeit und sozialen Ungleichheit der Bevölkerungen in diesen zwölf Ländern vergleichend zu untersuchen. Kern des Projekts ist eine gleichlautende standardisierte allgemeine Bevölkerungsumfrage an geschichteten Zufallsstichproben in den Teilnehmerländern. Die erste Erhebung wurde 1991 vorgenommen und 1996 repliziert. Im Jahr 2000 wurde eine dritte Erhebung im Teilnehmerland BRD vorgenommen (ISJP III), sowie an einer regionalen Untergruppe eine Wiederholungsbefragung (Panel) in den Jahren 2001 und 2002. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den politischen, ökonomischen, sozialen und moralischen Gesichtspunkten und Bedingungen empfundener distributiver Gerechtigkeit. Fünf Schwerpunkte des aktuellen Projekts bilden Konkretisierungen dieser gemeinsamen Basis:</p><p>1. die Fortentwicklung der Methodik der Gerechtigkeitsforschung, die ein elaboriertes Instrumentarium zur Erforschung des Funktionierens des Gerechtigkeitssinns entwickelt hat;</p><p>2. die Fortsetzung der transitionstheoretischen Arbeiten des ISJP I und des ISJP II;</p><p>3. der Zusammenhang von Gerechtigkeitsvorstellungen und sozialpolitischen Arrangements;</p><p>4. die Verknüpfung von Gerechtigkeitswahrnehmung, politischer Kultur und politischem Handeln in Ost- und Westdeutschland;</p><p>5. schließlich bildet die panelanalytische Untersuchung von Gerechtigkeitseinstellungen mit Hilfe der Wiederholungsbefragungen einen besonderen Schwerpunkt.</p><p>Die Panelstruktur erlaubt die Feststellung der Einstellungsstabilität - seit langem ein Desiderat der empirischen Gerechtigkeitsforschung -, die Analyse der Ursachen von Einstellungsstabilität bzw. -veränderung sowie durch den zeitlichen Ablauf die Klärung kausaler Zusammenhänge.</p>
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) München werden 14-17jährige Jugendliche als Followup einer Schulbefragung telefonisch zur Schule, ihren Berufswünschen und den Aussichten auf einen Ausbildungsplatz befragt. Die erste Befragung fand im Frühsommer 2004 statt; weitere Wiederholungsbefragungen sind für den Herbst 2004 und jeweils im Frühjahr und Herbst der Jahre 2005 und 2006 vorgesehen.
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