Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Jens Nagel
HU-FIS-Profil ↗<p>Teilprojekt 7 (Kommunikationsprozesse in der politischen Gestaltung von Agrarumweltprogrammen) zielt auf die Verbesserung von Effizienz und Effektivität in politischen Kommunikationsprozessen bei der Gestaltung von Strukturwandel und Transformation im Agrarbereich ab. Dies geschieht beispielhaft für die Agrarumweltprogramme im Land Sachsen-Anhalt und vorrangig im Hinblick auf die im Rahmen der Modulation auftretenden Problemfelder. Dabei geht das Teilprojekt von der Annahme aus, dass die Einsicht in die Notwendigkeit zur Verbesserung von Entscheidungs- und Handlungsabläufen bei den zentralen Akteuren gegeben ist. Grundhypothese ist, dass eine nachhaltige Verbesserung von Effizienz und Effektivität nur dann möglich ist, wenn die Maßnahmen einen möglichst hohen Grad an Akzeptanz bei unterschiedlichen Akteursgruppen finden. Akzeptanz wiederum setzt voraus, dass schon bei der Planung die Interessen der Nutzer bzw. Teilnehmer artikuliert werden und sinnvoll in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. An die Kommunikationsprozesse, welche nicht gradlinig, sondern iterativ verlaufen, sind hohe Ansprüche zu stellen. Die Gewährleistung von Transparenz ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Einer Erfüllung dieser Forschung stehen allerdings die bekannten Hindernisse traditioneller, bürokratischer Organisationen entgegen.</p><p>Die Entwicklung des in Teilprojekt 6 angesprochenen entscheidungstheoretischen Modells soll im Teilprojekt 7 begleitet werden durch eine grundlegende Erprobung ausgewählter qualitativer Instrumente, die es erlauben, zusätzliche entscheidungsrelevante Informationen zu sammeln, zu analysieren und in den Prozess einzuspeisen. Der Begriff "Informationen" ist dabei umfassend zu verstehen und beinhaltet Bereiche wie Akteurs- und Problemanalyse ebenso wie die Herstellung von Transparenz über Werte und Ziele, die den Entscheidungsprozess bestimmen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens ist die (begrenzte) Erhebung von Informationen lediglich Mittel zum Zweck der Methodenentwicklung. Eine weitergehende Aufgabe des Teilprojekts ist es, Instrumente zur Nutzung von Akteurs-Feedbacks zu erproben und zu operationalisieren. Aus der Forschungsarbeit des Fachgebiets hat sich dazu bereits eine breite Palette einsetzbarer Instrumente ergeben, die spezifisch auf ihre Verwendung für einen interaktiven Modellansatz im Politikbereich zu überprüfen und zu verändern ist.</p>
In dem Forschungsvorhaben wollen Wissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig und am Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung in Müncheberg - zusammen mit polnischen Wissenschaftlern - Strukturwandel und Transformation im Agrarbereich Deutschlands und Polens untersuchen. Die Forschergruppe führt verschiedene Forschungsfelder zusammen, um so den Kenntnisstand zum Problem des Strukturwandels und der Transformation im Agrarbereich in einem übergreifenden, integrierten und interdisziplinären Ansatz zu reflektieren und zu vertiefen. Das Forschungsvorhaben soll dazu beitragen, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Analyse und Gestaltung komplexer Systeme zu vertiefen.
<p>Ziel: Im Rahmen von insgesamt vier Modulen werden wissenschaftlich begründete Konzepte für Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet. Der gemeinsame inhaltliche Nenner dieser Ergebnisse ist das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung von Waldlandschaften. Die Ergebnisse beziehen sich zudem auf einen gemeinsamen Waldtyp und haben den gleichen Raumbezug. Die Konzepte werden über Modellvorhaben exemplarisch umgesetzt, d. h. sie werden praktisch getestet, analysiert und bewertet.</p> <p>Modul 1: Umweltbildung zur nachhaltigen Waldentwicklung: Ein nachhaltiger Bildungseffekt ist insbesondere über Schüler zu erreichen. Daher soll eine Reihe von Bildungsbausteinen erarbeitet und exemplarisch erprobt werden. Hauptzielgruppe sind Schüler der Sekundarstufe 2.</p> <p>Modul 2: Curricula zur Berufsbildung: Es erfolgt eine Revision von Teilen der Curricula in der Berufsausbildung zum Forstwirt/Forstwirtin und Revierjäger/Revierjägerin. Diese sind im Hinblick auf die Inhalte von NEWAL-NET kritisch zu analysieren, Lücken und Schwachstellen sind zu identifizieren.</p> <p>Modul 3: Landschaftswerkstatt Schorfheide-Chorin: Diese ist Stützpunkt für Beratung zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung von Waldlandschaften, für die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes und ist eine zentrale Kommunikationsplattform für die Ergebnisse der anderen Teilprojekte. Ein bedeutendes Medium und Arbeitsmittel ist eine waldbezogene Landschaftsausstellung.</p> <p>Modul 4: Unterstützung und Supervision interner und externer Projektkommunikation: Beratung von Verbund und Teilprojekten; Entwicklung und Implementierung eines integrierten Konzeptes zur Öffentlichkeitsarbeit.</p> Nachhaltige Waldentwicklung, Nordostdeutsches Tiefland, Wissenstrasfer, Netzwerkbildung, Leitbild der Waldentwicklung, Multifunktionalität, Umweltbildung
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