Matthias Harbeck arbeitet als wissenschaftlicher Bibliothekar am Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen, insbesondere im Bereich Open Access und Forschungsdatenmanagement für ethnologische Fächer. Er setzt sich kritisch mit der Digitalisierung kolonialer Sammlungen auseinander und betreibt Provenienzforschung, exemplarisch an der Bibliothek Agathe Laschs. Zudem analysiert er die bibliothekarische Erschließung und Archivierung von Comics und Graphic Novels als wissenschaftliches Sammlungsgut.
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Matthias Harbeck
HU-FIS-Profil ↗EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern
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EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern
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EthnOA II – Publikationskulturen und -infrastrukturen für Open Access gestalten
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Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 10/2026 - 12/2026 Projektleitung: Martin Lee, Matthias Harbeck
Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 09/2023 - 10/2026 Projektleitung: Matthias Harbeck
Förderer: DFG Sachbeihilfe Zeitraum: 11/2020 - 12/2024 Projektleitung: Matthias Harbeck
J.B. Metzler eBooks · DOI
Für diejenigen, die in Deutschland nach Institutionen suchen, an denen sie Comicforschung betreiben können — sei es im Rahmen von Studiengängen, sei es durch die Bereitstellung von Ressourcen — gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht lautet: Die vielzitierte und -diskutierte provokative Aussage des Comicforschers Ole Frahm von 2000/2002, eine deutsche Comicwissenschaft existiere nicht (engl. Frahm 2000, 177; in leichter Abwandlung auf Deutsch: Frahm 2002, 201), gilt in Teilen immer noch, gerade auch im Vergleich zur benachbarten Filmwissenschaft (Trinkwitz 2011, 67) und den viel jüngeren Feldern der Populärkulturforschung ›Computerspiele‹ und ›Popmusik‹ (Harbeck 2014, 92 f.).
DOAJ (DOAJ: Directory of Open Access Journals) · DOI
Sollen Daten aus qualitativer (Sozial-)Forschung dauerhaft archiviert und für die Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden, dann entstehen erhebliche Probleme: Solche Daten sind kaum standardisiert und liegen in heterogenen Formaten vor, sie sind meist hoch sensibel und benötigen besondere Schutzmechanismen. Der Beitrag thematisiert das Forschungsdatenmanagement qualitativer Daten am Beispiel ethnografischer Forschung aus unterschiedlichen Perspektiven: Er bietet erstens Einblicke in die Positionen von Ethnologinnen und Ethnologen und skizziert fachspezifische Probleme und stellt zweitens vor, welche infrastrukturellen Lösungen für ähnlich gelagerte Schwierigkeiten bereits existieren. Grundlage sind Erhebungen, die im Rahmen des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin einerseits den aktuellen Stand des Umgangs mit Forschungsdaten und andererseits Bedingungen und Lösungen für die Überführung ethnografischer Materialien in digitale Langzeitarchive eruieren. There are substantial obstacles when speaking of archiving and making reusable qualitative research data from the social sciences. Not only is that kind of data barely standardized and is usually collected in heterogeneous formats, but also due to its highly sensitive nature, adequate access control systems are imperative. The paper sheds light on the research data management of ethnographic research from multiple perspectives: From the lens of ethnographers, the argument first outlines common obstacles in the field and, second, introduces existent digital information infrastructures with viable solutions for similar challenges. The Specialized Information Service Social- und Cultural Anthropology (University Library of Humboldt-Universität zu Berlin) collected comprehensive data to elicit facts about how ethnographers integrate research data management into their daily research practices and what conditions and solutions are deemed necessary to ingest ethnographic material for digital long-term preservation.
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin) · DOI