Die Forschung konzentriert sich auf die formale Modellierung, Verifikation und Synthese komplexer verteilter Systeme und Service-orientierter Architekturen. Dabei werden mathematische Methoden wie Abstract State Machines und Petrinetze eingesetzt, um die Korrektheit und Zuverlässigkeit von Softwarekomponenten zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der automatischen Generierung von Adaptern und der Optimierung von Geschäftsprozessen durch algorithmische Ansätze. Die Arbeiten verbinden theoretische Informatik mit praktischen Anwendungen in der Softwareentwicklung und Systemintegration.
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Prof. Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Reisig
In diesem Projekt werden global asynchrone, aber lokal synchrone Systeme (GALS), eine spezielle Art von Hardware-Schaltungen (GALS-Schaltungen) modelliert.Hierzu wird ein Modell entwickelt, das Module mit ihrem Wrapper und insbesondere den Übergang zwischen Modul und Wrapper beschreibt. Als Modellierungsmethode erscheinen Petrinetze besonders geeignet, da synchrone Systeme durch sequentielle Abläufe und asynchrone Systeme durch verteilte Abläufe beschrieben werden können.
Vor dem Hintergrund der klassischen Konzepte zur Systemmodellierung sind Gurevich's Abstract State Machines (ASM) ein theoretisch alternativer und in Anwendungen zunehmend wichtiger Ansatz. Dieses Projekt verfolgt zwei zentrale Teilziele: Die Ausdrucksstärke der wichtigen Klasse der verteilten ASM wird charakterisiert und es werden eigenschaftserhaltende Verfeinerungs- und Kompositionsmethoden für ASM entwickelt. Damit trägt das Projekt zum Verständnis der grundlegenden Aspekte und Konsequenzen des ASM-Ansatzes bei und hilft, ihn in sein wissenschaftliches Umfeld der Methoden der Systemmodellierung einzuordnen.
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Unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse werden zunehmend nach dem Paradigma der Services organisiert. Dabei stellen sich Fragen nach der Komponierbarkeit, Bedienbarkeit, Austauschbarkeit sowie der Rücksetzbarkeit (Kompensation) im Fehlerfall. In diesem Vorhaben werden Methoden und Werkzeuge zum Umgang mit solchen Fragen entwickelt, am Beispiel der Geschäftsprozess-Modellierungssprache BPEL erprobt und in ein Entwurfswerkzeug der Firma MEGA International GmbH integriert.