Prof. Dolan forscht an der Schnittstelle von Neurowissenschaften und Psychiatrie, mit aktuellem Fokus auf die Mechanismen psychischer Erkrankungen und deren Behandlung im Kontext des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit. Seine Arbeiten zielen darauf ab, die großen Versorgungslücken für psychisch erkrankte Menschen in Deutschland zu schließen — etwa 17,8 Millionen Patienten pro Jahr haben unzureichenden Zugang zu wirksamen Therapien. Durch die Verbindung von neurowissenschaftlichen Erkenntnissen mit klinischer Praxis entwickelt er Ansätze, um Diagnose und Behandlung psychischer Störungen zu verbessern und damit Belastungen für Patienten und Familien zu reduzieren. Die Ergebnisse sind für Gesundheitssysteme, Kliniken und Pharmaunternehmen relevant, die evidenzbasierte Lösungen für psychische Erkrankungen benötigen.
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Prof. Dr. Raymond Dolan
HU-FIS-Profil ↗Die Wahrnehmung der schwerwiegenden individuellen und gesamtgesellschaftlichen Folgen psychischer Erkrankungen ist die Basis für das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG). Diese bestehen aus den enormen Belastungen für 17.8 Millionen PatientInnen und ihren Familien in Deutschland pro Jahr, einem mit geringen Zugang der Betroffenen zur Behandlung und in dessen Folge einer erhöhten Mortalität und jährlichen Kosten von €44 Milliarden, die durch unbehandelte oder unzureichend behandelte Personen verursacht werden. Daher hat das BMBF mit dem DZPG ein weiteres Gesundheitszentrum aufgesetzt, welches mit seinem Fokus auf translationale Gesundheitsforschung sicherstellt, dass innovative Therapieansätze generiert und zeitnah in die Versorgung kommen, um die Entwicklung neuer, wirksamer Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren bei psychischen Erkrankungen zu schließen. Darüber hinaus wird vom DZPG erwartet, dass es Lösungen für die unakzeptablen gesellschaftlichen Ungleichheiten in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen findet. Diese gibt es sowohl in der „horizontalen Perspektive“, so z.B. zwischen den ländlichen und städtischen Lebenswelten, als auch in „vertikalen Kontexten“ wie bezüglich vulnerabler Gruppen (z.B. Menschen ohne Arbeit oder Menschen mit Migrationshintergrund, die besonders von psychischen Erkrankungen betroffen sind und schwieriger Zugang zu Versorgungsangeboten finden).Das DZPG legt ein ambitioniertes translationales Forschungsprogramm auf, welches die Förderung von psychischer Gesundheit und Resilienz in den Mittelpunkt stellen, die Wahrnehmung für psychische Erkrankungen steigern und die durch psychische Erkrankungen verursachten Belastungen über alle Altersgruppen in den nächsten 15 Jahren reduzieren soll. Hauptpartner im DZPG sind die sechs Standorte und die Repräsentanten des Zentrumsrates (Zusammenschluss der Betroffenen und Angehörigen in der Infrastruktur „Patient and Public Involvement (PPI)“). Das Forschungsprogramm gliedert sich um drei Forschungsdomänen (Domäne I: Risikofaktoren in der frühen Entwicklung, insbesondere Traumata und frühe Belastungsfaktoren; Domäne II: Untersuchung und Verbesserung von psychosozialen, psychotherapeutischen, pharmakologischen und neuromodulatorischen Interventionen und ihrer Kombination in transdiagnostischen Patientengruppen; Domäne III: Prävention, Partizipation und die Wiederherstellung in relevanten Lebenswelten). Auf der Basis dieser thematischen Schwerpunkte hat das DZPG drei Flagschiff (FL) Projekte entwickelt (Flagschiff I (FLI): Risikofaktoren und Präventionsprogramme für psychische Erkrankungen in einer städtischen Umgebung; Flagschiff II (FLII) Netzwerk aus Früherkennungszentren; Flagschiff III (FLIII): Stepped Care Ansätze für niedrigschwellig Unterstützungsangebote an vulnerable Bevölkerungsgruppen).
Nature · DOI
Abstract Over the past few decades, neuroimaging has become a ubiquitous tool in basic research and clinical studies of the human brain. However, no reference standards currently exist to quantify individual differences in neuroimaging metrics over time, in contrast to growth charts for anthropometric traits such as height and weight 1 . Here we assemble an interactive open resource to benchmark brain morphology derived from any current or future sample of MRI data ( http://www.brainchart.io/ ). With the goal of basing these reference charts on the largest and most inclusive dataset available, acknowledging limitations due to known biases of MRI studies relative to the diversity of the global population, we aggregated 123,984 MRI scans, across more than 100 primary studies, from 101,457 human participants between 115 days post-conception to 100 years of age. MRI metrics were quantified by centile scores, relative to non-linear trajectories 2 of brain structural changes, and rates of change, over the lifespan. Brain charts identified previously unreported neurodevelopmental milestones 3 , showed high stability of individuals across longitudinal assessments, and demonstrated robustness to technical and methodological differences between primary studies. Centile scores showed increased heritability compared with non-centiled MRI phenotypes, and provided a standardized measure of atypical brain structure that revealed patterns of neuroanatomical variation across neurological and psychiatric disorders. In summary, brain charts are an essential step towards robust quantification of individual variation benchmarked to normative trajectories in multiple, commonly used neuroimaging phenotypes.
Nature Neuroscience · DOI
Nature reviews. Neuroscience · DOI