Prof. Markschies erforscht die Geschichte und Gegenwart des christlich-jüdischen Verhältnisses in Europa, mit Schwerpunkt auf die Frühe Neuzeit und die Wirkungen reformatorischer Kirchen und Theologien auf dieses Verhältnis. Sein Lehrstuhl verbindet dabei historische Analyse mit interdisziplinären und internationalen Perspektiven. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen ist diese Forschung relevant, um historische Grundlagen von Religionsdialogen, Integrationspolitik und Gedächtniskultur besser zu verstehen und gegenwärtige gesellschaftliche Debatten historisch fundiert zu gestalten.
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Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies
HU-FIS-Profil ↗Der inhaltliche Schwerpunkt des neuen Lehrstuhls liegt auf der europäischen Neuzeit, wobei insbesondere die Wirkungen von aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und Theologien auf das christlich-jüdische Verhältnis erforscht werden sollen. Neben einer interdisziplinären und internationalen Ausrichtung erwarten sich die Stifter insbesondere auch neue Impulse für die allgemeine und kirchlich geprägte Öffentlichkeit. Zur Vorgeschichte und Bedeutung der Professur für die EKD sprechen die Präses der Synode der EKD, Irmgard Schwaetzer (Berlin) und Landesbischof Ralf Meister (Hannover). Der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatte die Einrichtung der Stiftungsprofessur auf Initiative der EKD im März 2017 im Rahmen der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in der Frankfurter Paulskirche angekündigt. Im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ solle ein gemeinschaftliches Zeichen gesetzt werden gegen Antijudaismus und Antisemitismus auch im selbstkritischen Umgang der Evangelischen Kirche mit dem eigenen reformatorischen Erbe und ihrer Schuldgeschichte gegenüber dem Judentum. Die Stiftungsprofessur wird für die Dauer von zehn Jahren eingerichtet. Im Anschluss daran hat die Universität zugesagt, die Professur auf eine Strukturstelle der Theologischen Fakultät zu überführen und so nachhaltig in der Universität zu verankern.
Der Schmerz · DOI
Mohr Siebeck eBooks · DOI
Valentinus Gnosticus?. Untersuchungen zur valentinianischen Gnosis mit einem Kommentar zu den Fragmenten Valentins
Zeitschrift für Antikes Christentum / Journal of Ancient Christianity · DOI
Abstract This paper wants to outline Berlin church historian Adolf von Harnack’s view and opinion on the First Letter of Clement by taking a closer look at his works on the epistle. Furthermore, it will give an answer to the question what is to be gained from Harnack’s studies for contemporary research on 1 Clement. In 1929, Harnack published a small volume with the title An Introduction to Early Christianity. In his introduction to this booklet about the First Letter of Clement, Harnack explains why he considers the epistle to be “the most important document we have received from Earliest Christianity.” However, Harnack’s scientific work on the First Letter of Clement already began to bear fruit much earlier, starting with the intense years in Leipzig at the beginning of his academic career before he obtained his state doctorate in 1875. During his lifelong research on 1 Clement, Harnack obviously saw in the basal theology of the First Letter of Clement a not yet particularly Hellenized, simple message-interpreting the Letter as a “Clementine- Roman Christianity” that is far away from Pauline Christianity and draws lines right up to the newly strengthened Italian Catholicism after the Lateran Accords from 1929. Harnack’s works dealing with the First Letter of Clement are, with the exception of the editions, evidence of a view of Early Christianity that, while it is impressive in its coherence, is nevertheless excessively one-sided.