Prof. Dr. Jeremy Punt erforscht Religion als situiertes Wissen in sozialen Transformationsprozessen — also wie religiöse Überzeugungen und Praktiken gesellschaftliche Veränderungen prägen und umgekehrt von ihnen geprägt werden. Im Rahmen eines deutsch-südafrikanischen Graduiertenkollegs untersucht er, wie religiöses Wissen in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten produziert und verstanden wird. Für Organisationen der öffentlichen Hand, Zivilgesellschaft und internationale Entwicklungsprojekte bietet dieser Forschungsansatz Orientierung, um religiöse Faktoren in Transformationsprozessen (etwa bei Demokratisierung, Friedensbildung oder sozialer Gerechtigkeit) systematisch zu berücksichtigen. Die Arbeit verbindet Epistemologie mit empirischer Forschung und macht religiöse Wissensproduktion selbst zum kritischen Untersuchungsgegenstand.
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Prof. Dr. Jeremy Punt
HU-FIS-Profil ↗Das deutsch-südafrikanische GRK erforscht den Einfluss von Religion auf soziale Transformationsprozessewie umgekehrt den Einfluss dieser Transformationen auf Religion in den globalen Gegenwartsgesellschaften.Die Situiertheit der religiösen Wissensproduktion und -rezeption soll zum Gegenstand einer kritischen Epistemologie gemacht und hinsichtlich sozialer Transformationsprozesse erforscht werden. In Fallstudien aus Kontexten des Südens und Nordens untersucht das GRK Religion als ein spezifisch situiertes Wissen, das als Ressource und zugleich selbst als Schauplatz sozialer Transformationsprozesse fungiert. Das GRK beteiligt Forscher von zwei Kontinenten und einer Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen an seinen Studien. Diese sind vier thematischen Forschungsfeldern assoziiert, in denen das Verhältnis von Religion und sozialer Transformation empirisch untersucht wird: national identity, development, migration und healing.
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