Prof. Dr. Michel Knigge forscht zur Gestaltung von inklusiven Schulen durch evidenzbasierte Fortbildung von Lehrkräften und pädagogischem Personal. Im Projekt StiEL entwickelt er modulare Weiterbildungsangebote, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und Schulen dabei unterstützen, Inklusion praktisch umzusetzen. Der Fokus liegt auf der Verbindung von Forschungsergebnissen mit schulischer Realität — konkret für allgemeinbildende und berufliche Schulen, insbesondere in Brandenburg. Damit adressiert er ein zentrales Problem von Schulträgern und Schulentwicklungsteams: Wie lässt sich Inklusion systematisch in der Praxis verankern?
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Prof. Dr. Michel Knigge
HU-FIS-Profil ↗Im anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Schule tatsächlich inklusiv – Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte" (StiEL) werden evidenzbasierte Module für inklusionsorientierte Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal Allgemeinbildender und Beruflicher Schulen entwickelt. Diese Fortbildungsinhalte werden in der Schulpraxis von fortgebildeten Lehrkräften eingesetzt und mit quantitativen und qualitativen Methoden evaluiert. Dabei werden das Verhalten im Klassenraum bzw. das Unterrichtsgeschehen in Hinblick auf Dimensionen wie soziale Integration und soziale Anerkennung ebenso berücksichtigt wie der Kontext von Schulentwicklung. Im ersten Schritt werden insgesamt sechs Fort- und Weiterbildungsmodule entwickelt. Grundlage dafür bilden ein umfassendes Screening von theoretisch relevanter Literatur und bereits bestehenden inklusionsorientierten Fortbildungsprogrammen sowie Interviews mit Bildungs- und Inklusionsexpertinnen und -experten, die inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Nach der Schulung der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals wird die Transformation der in den Fort- und Weiterbildungen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen der Lehrkräfte in das Unterrichtsgeschehen und in den schulorganisatorischen Alltag anschließend psychometrisch im Längsschnitt (Interventions- und Kontrollgruppendesign) sowie ethnografisch (Teilnehmende Beobachtung und Gruppeninterviews) untersucht. Die Evaluationsergebnisse werden dann zu einem modularen Fort- und Weiterbildungssystem verdichtet, das a) als Open Access allen relevanten und interessierten Akteuren zur Verfügung gestellt wird und b) im Falle bestehender Copyrights eine Auflistung von empfehlenswerten Good Practice-Modellen ermöglicht.
International Journal of Educational Research · DOI
International Journal of Educational Research · DOI
BMC Psychology · DOI
BACKGROUND: Counseling self-efficacy is a relevant measure to examine trainees' beliefs about their counseling skills. This study aimed to validate three scales of the revised German version of the Counselor Activity Self-Efficacy Scales (CASES-R) measuring basic counseling skills. To ascertain the scales' sensitivity to change, counseling self-efficacy was assessed before and after specific training. METHOD: The sample comprised 163 university students enrolled either in psychology or education. Students were examined before and after participating in training focusing on basic counseling skills. We applied confirmatory factor analysis and tested internal consistency, convergent validity, and criterion validity. RESULTS: Confirmatory factor analysis supported the three-factor structure of the CASES-R scales for basic counseling skills. The scales provided acceptable to good internal consistency (α = 0.77 - 0.87). Significant relations with general self-efficacy (r =.23, p <.01) provided first indication for convergent validity. We also found a significant correlation of the CASES-R with positive affect (r =.22), and significant correlations of some subscales with empathetic concern (r =.16 -.21) and mastery goal orientation (r =.16), overall supporting criterion validity. The CASES-R scales proved to be sensitive to change, as participants' scores were higher after (M = 6.18, SD = 1.05) than before (M = 5.37, SD = 1.16) counseling training (F(1, 309) = 42.27, p <.001). CONCLUSION: We found support for the proposed factor structure and reliability of the German version of the three CASES-R scales, indicating its suitability for use in basic counseling settings. Future research should further examine the scales' validity.