Dr. Barbara Hendriks erforscht die Karriereentwicklung und den Wissenstransfer in der Universitätsmedizin, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Sie untersucht, wie Managementsteuerung und organisatorische Strukturen die Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis beeinflussen und wie Ärztinnen und Ärzte ihre Karrieren zwischen individueller Autonomie und institutioneller Kooperation gestalten. Ihre Arbeit adressiert Hochschulkliniken und medizinische Forschungseinrichtungen, die ihre Organisationsstrukturen und Karrierepfade optimieren möchten. Sie kombiniert qualitative und organisationswissenschaftliche Methoden, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Governance, Personalentwicklung und Forschungstransfer zu analysieren.
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Dr. Barbara Hendriks
HU-FIS-Profil ↗In dem zweifach gelagerten Spannungsfeld zwischen, erstens, der Trias aus Forschung, Lehre und Patientenversorgung und zweitens, dem Verhältnis aus Organisation und Individuum ergeben sich dringende Querschnittsfragen nach dem Verhältnis von NPM-Steuerungsmechanismen und Translation. Das Forschungsvorhaben untersucht hierzu zwei wesentliche innovative Ansätze in der Universitätsmedizin: Die „Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren“ (IFB) und die Clinician-Scientist Programme (CSP). Ein gemeinsames Ziel dieser neuen Struktur- und Förderkonzepte ist es, eine moderne Personalstruktur und damit Karriereoptionen für den klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs zu generieren und zugleich die Translation von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Richtung Patientenversorgung zu verbessern, dabei das tradierte „Silo-Denken“ [19] dezentral verfasster Kliniken und Fachbereiche zu überwinden und für mehr sektorale und fachbereichsübergreifende Kooperation zu sorgen. Neben den Gemeinsamkeiten, fokussieren die beiden Struktur- und Förderkonzepte unterschiedliche Schwerpunkte: die IFB setzen zentral auf eine Re-Organisation der vorhandenen Strukturen in den Klinken, die CSP fokussieren, neben einer organisationalen Veränderung, zudem die Entwicklung von erstens, einer neuen ärztlichen Personalgruppe, welche die Tätigkeiten in der Grundlagenforschung und Klinik praktisch stärker miteinander vernetzt und, zweitens, eines professionalen Identitätsbildes des Clinician Scientist als „Übersetzer*in“. Damit wird die Verortung von Translation vermehrter – als es bei den IFB der Fall ist – in das Individuum hineinverlagert. Es gilt jedoch als weithin offen, wie sich diese neuen Struktur- und Förderinitiativen zu den mittlerweile etablierten NPM Steuerungsmechanismen sowie zu den professionellen Orientierungen des wissenschaftlichklinischen Personals verhalten. Vor diesem skizzierten Hintergrund ergibt sich folgende forschungsleitende Fragestellung: Inwiefern kann die Trias aus Patientenversorgung, Forschung und Lehre vor dem Hintergrund der Effekte der am NPM orientierten Governance sichergestellt sowie der Nachwuchs entsprechend gefördert werden und inwiefern können IFB und CSP dafür ein Vehikel sein?
History & Philosophy of the Life Sciences · DOI
We begin this essay by sketching out the emergence of the translational research terminology in different settings such as biomedical research and nursing science. We then discuss some theoretical concepts that might help us to sharpen our analytical focus for answering our research questions, and follow this by presenting our methodology and discussing our results. Finally, we conclude with some insights into the challenge that translational research provides for a current understanding of research practices and research objects in medical science.
Minerva · DOI