Prof. Nimczik erforscht die Rolle von Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere unter Bedingungen von Arbeitskräfteknappheit. Sein aktueller Fokus liegt darauf, wie Unternehmen durch interne Arbeitsmärkte und Personalentwicklung auf Engpässe in der Verfügbarkeit von Fachkräften reagieren und wie diese Strategien die Verteilung von Arbeitnehmern zwischen Arbeitgebern beeinflussen. Für Unternehmen und die öffentliche Hand ist dies relevant, um Personalmanagement-Strategien in Zeiten von Fachkräftemangel zu optimieren und um arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besser zu gestalten. Die Forschung kombiniert ökonomische Analyse mit empirischen Daten, um zu verstehen, welche Unternehmensmaßnahmen tatsächlich wirksam sind.
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Prof. Dr. Jan Nimczik
HU-FIS-Profil ↗Das Projekt untersucht die Rolle von Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt und verfolgt dabei zwei Ziele. Erstens werden die Auswirkungen der Arbeitskräfteknappheit auf die Verteilung von Arbeitnehmern auf verschiedene Arbeitgeber untersucht. Zweitens wird analysiert, wie Arbeitgeber interne Arbeitsmärkte nutzen können, um den Herausforderungen, die durch die Arbeitskräfteknappheit entstehen, entgegenzuwirken. Im ersten Teil des Projekts liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Untersuchung der Verteilung von Arbeitskräften zwischen Arbeitgebern. Dabei wird untersucht, ob der erhöhte Wettbewerb um Arbeitskräfte dazu führt, dass Arbeitsplätze von Arbeitgebern mit niedrigeren Löhnen zu solchen mit höheren Löhnen umverteilt werden. Diese Analyse differenziert zwischen Niedriglohnberufen im Dienstleistungsbereich (z.B. Lebensmittel, Reinigung, Sicherheit und Logistik) und Hochlohnberufen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie). Die Analyse wird beitragen zum Verständnis der Entwicklung der Lohnungleichheit. Gleichzeitig wird der erste Teil des Projekts umfassende deskriptive Informationen über die Entwicklung der Arbeitskräfteknappheit nach Berufen und Regionen in Deutschland seit den 1980er Jahren liefern. Dies stellt den empirischen Rahmen für weitere Forschungsvorhaben im Rahmen dieser Forschungseinheit dar. Im zweiten Teil des Projekts wird eine arbeitgeberinterne Sichtweise eingenommen, um zu analysieren, wie interne Arbeitsmärkte Arbeitgebern dabei behilflich sein können, die Herausforderungen der Arbeitskräfteknappheit zu bewältigen. Wir untersuchen, inwieweit die Organisationsstruktur von Unternehmen mit Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung in Verbindung steht und bewerten, ob Unternehmen in der Lage sind, Arbeitskräfte anzuziehen und langfristig zu binden, indem sie Karrieremöglichkeiten innerhalb der Unternehmen bieten.
The Economic Journal · DOI
Abstract Economists increasingly recognise the importance of personality traits for socio-economic outcomes, but little is known about the stability of these traits over the life cycle. Existing empirical contributions typically focus on age patterns and disregard cohort and period influences. This paper contributes novel evidence for the separability of age, period and cohort effects for a broad range of personality traits based on systematic specification tests for disentangling age, period and cohort influences. Our estimates document that, for different cohorts, the evolution of personality traits across the life cycle follows a stable, though non-constant, age profile, while there are sizeable differences across time periods.
The Review of Economic Studies · DOI