Prof. Rosefeldt erforscht systematisch Kants Philosophie, insbesondere die Metaphysik und Meta-Metaphysik in der Transzendentalen Dialektik sowie das Konzept des transzendentalen Subjekts. Sein aktueller Fokus liegt auf der Rekonstruktion von Kants differenzierter Haltung zur Metaphysik und der Klärung scheinbarer Spannungen zwischen zentralen kantischen Lehren (empirische Realität vs. Abhängigkeit von der Vernunft). Er leitet ein Graduiertenkolleg, das den Dialog zwischen Philosophie und Einzelwissenschaften in antiker griechischer, römischer und arabischer Tradition untersucht. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant ist die methodische Rekonstruktion von Wissensmodellen und deren historische Kontextualisierung — ein Ansatz, der auf Governance, Wissenstransfer und die Grundlagen rationaler Entscheidungsfindung anwendbar ist.
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Prof. Dr. Tobias Rosefeldt
HU-FIS-Profil ↗Ido Geiger Kant zur mechanistischen ErklärungHumboldt-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für erfahrene Wissenschaftler für Prof. Dr. Ido Geiger01.11.14-31.01.16 Karl Schafer Kant über Kognition und die Dinge an sich selbstHumboldt-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für erfahrene Wissenschaftler für Prof. Dr. Karl Schafer01.10.11-30.09.12
Ziel der geplanten Tagung ist es, das Phänomen des sprachlichen Ausdrucks von intentionalen mentalen Zuständen, insbesondere von Überzeugungen und Absichten, vor dem Hintergrund zweier philosophischer Debatten zu diskutieren, die jeweils eng mit einem der beiden eben genannten Gründe für den internen Zusammenhang zwischen intentionalen Zuständen und ihrem sprachlichem Ausdruck zu tun haben. Die erste Debatte ist die über die sgn. Autorität der ersten Person und handelt von der Frage, wie die besondere Autorität zu erklären ist, die Personen hinsichtlich ihrer Aussagen über die eigenen mentalen Zustände zukommt. Die zweite Debatte dreht sich um das Programm der erstmals von Paul Grice vertretenen intentionalistischen Bedeutungstheorie und damit um die Frage, wie eng der Zusammenhang zwischen sprachlicher Bedeutung einerseits und dem Ausdruck von Überzeugungen und Absichten andererseits ist. Beide Debatten haben interessante Überschneidungspunkte und ihre Ergebnisse sind wechselseitig füreinander relevant. Die Grundidee der Tagung ist es deswegen, einige Philosophinnen und Philosophen zusammen und miteinander ins Gespräch zu bringen, die (mindestens) zu einer dieser beiden Debatten maßgeblich beigetragen haben. Im folgenden soll kurz skizziert werden, welche Rolle das Phänomen des sprachlichen Ausdrucks intentionaler Zustände für beide Debatten spielt, welche Fragen es aufwirft und wie diese miteinander zusammenhängen.
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(Teilprojekt 3 der DFG Forschergruppe FOR 1614 'Was wäre wenn? Zur Bedeutung, Epistemologie und wissenschaftlichen Relevanz von kontrafaktischen Aussagen und Gedankenexperimenten") Obwohl Gedankenexperimente in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere in der Philosophie gerne als Rechtfertigungsquelle eingesetzt werden, scheinen sie aus mindestens zwei Gründen epistemologisch problematisch: Erstens ist schwer zu verstehen, wie man überhaupt Wissen über die in solchen Experimenten erwogenen, nicht-wirklichen Szenarien haben kann; zweitens ist unklar, ob man sich nicht bei vielen Gedankenexperimenten in den Bereich unseriöser Spekulationen verirrt. In diesem Projekt sollen diese beiden Probleme auf neue Weise untersucht werden, indem das mit Gedankenexperimenten im Erfolgsfall verbundene Wissen als Sonderfall des Wissens von der Wahrheit kontrafaktischer Konditionale verstanden wird. Durch die Rückführung der Epistemologie von Gedankenexperimenten auf diejenige der Bewertung kontrafaktischer Konditionale soll besser verständlich werden, welche kognitiven Vermögen für unser Wissen über die erwogenen nichtwirklichen Szenarien zentral sind. Insbesondere soll geklärt werden, wie das Wissen von der Wirklichkeit und unsere Fähigkeit zur Simulation nicht-wirklicher Szenarien dabei zusammenspielen. Auf der Grundlage des Zusammenhangs zwischen Gedankenexperimenten und kontrafaktischen Konditionalen lassen sich auch die Normalitätsbedingungen, denen sinnvolle Gedankenexperimente unterliegen, besser verstehen. Im Projekt sollen diese Punkte vornehmlich für Gedankenexperimente und kontrafaktisches Denken aus den an der Gruppe beteiligten Disziplinen Geschichte, Biologie, Literaturwissenschaft und insbesondere der Philosophie untersucht werden.