Prof. Dr. Julia Benner erforscht die Geschichte und Ästhetik der Kinder- und Jugendliteratur vom frühen 20. Jahrhundert bis heute, mit aktuellem Fokus auf die Analyse von Literaturadaptionen, intertextuellen Bezügen und die politischen sowie sozialen Dimensionen von Kinder- und Jugendbüchern. Sie untersucht, wie Geschichten über verschiedene Medien (Buch, Theater, Radio, Bilderbuch) transformiert werden und welche Bedeutung Konzepte wie Alter, Engagement und Nekropolitik in der Kinder- und Jugendliteratur haben. Ihre Arbeiten sind relevant für Verlage, Rundfunkanstalten, Theater und Bildungseinrichtungen, die verstehen möchten, wie Kinder- und Jugendmedien kulturelle Werte vermitteln und sich historisch entwickelt haben.
🔒 Das System hat 157 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Dr. Julia Benner
HU-FIS-Profil ↗Zeitraum: 11/2019 - 11/2019 Projektleitung: Prof. Dr. Julia Benner
Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung · DOI
Artikelbeginn:[English title and abstract below] Wer sich mit Kinderliteratur aus wissenschaftlicher Perspektive befasst, kommt nicht umhin, über age nachzudenken. Age spielt in seinen vielen Formen und Facetten im gesamten System Kinderliteratur eine entscheidende Rolle. In Fundamental Concepts of Children’s Literature Research beschreibt Hans-Heino Ewers den Beginn der Kinderliteratur als den Moment, in dem Kinder als die Adressaten eines Textes benannt werden (vgl. Ewers 2009, S. 10). Perry Nodelman geht in seinem Buch The Hidden Adult der Frage nach, warum Texte an Kinder adressiert werden und rückt Konstruktionen von Kindern als besonderer, literarischer Nachrichten bedürfend in den Fokus. Doing AgeOn the Relevance of Age Studies for Children's Literature Studies The act of addressing a literary message to children is often regarded as the genesis of children’s literature. Consequently, age concepts play a role in how children’s literature criticism constructs the recipients of this specific literary communication and assesses its literary messages. Additionally, age constructions shape the characterisation of literary characters and narrative structures of children’s literature. Therefore, this article posits that findings of Age Studies and Childhood Studies should be integrated into children’s literature theory. Recognising the importance of age for the analysis of children’s literature demands an understanding of age as an identity category (comparable to the categories of race, class and gender). In the vein of Judith Butler’s discussion of gender, this article claims that age identity is a form of performativity, which naturalises concepts of age via the repetition of age acts. Correspondingly, children must perform their childhood and make themselves intelligible as children. Children’s literature, in this conceptualisation, is at the forefront as a repository for and discursive producer of socially and culturally sanctioned ways ›to do‹ childhood (and other age roles). The act of buying or reading a children’s book can be defined as a way of ›doing‹ young age. Reading children’s literature thus makes the child intelligible as child.
J.B. Metzler eBooks · DOI
ZusammenfassungSeit ihren Anfängen ist die Kinder- und Jugendliteratur (KJL) immer diverser geworden, was einhergeht mit sich verändernden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen sowie Medienumbrüchen, ästhetischen Ansprüchen, Jugendkulturen und Kindheiten. Dabei lässt sich ein konkretes homogenes Bild von Kinder- und Jugendliteratur für einen bestimmten Zeitraum genauso wenig behaupten wie eine einzige Kindheits- oder Jugendkonzeption, was insbesondere für das 20. und 21.
Abhandlungen zur Literaturwissenschaft · DOI