Prof. Houben forscht zur Globalgeschichte der Moderne (18.–20. Jahrhundert) mit Fokus auf die Zirkulation von Ideen, Wissen und Standards über Grenzen hinweg. Er untersucht, wie sich überregional geteilte Vorstellungen in internationalen Staatensystemen, der Weltwirtschaft und transnationalen Netzwerken etabliert und verbreitet haben. Seine Arbeiten helfen, die kognitiven und institutionellen Mechanismen von Verflechtungsprozessen zu verstehen — relevant für Organisationen, die historische Kontexte globaler Governance, Standardisierung oder internationaler Kooperation analysieren möchten.
🔒 Das System hat 39 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Vincentius Houben Ph.D.
HU-FIS-Profil ↗dreitägiges Symposium (23.-25.06.2016) zu Myanmar im Wandel in Zusammenarbeit der Myanmar Study Group und dem Seminar für Südostasien Studien. Die Tagung im Juni 2016 in Berlin soll, das bereits vorhandene deutschsprachige Netzwerk der Myanmarforschenden weiter ausbauen. Neben der Übersicht über aktuelle Forschungsschwerpunkte und dem Ausbau des Netzwerks, ist es darüber hinaus ein besonderes Anliegen, sich in die Reihe der bisherigen Veranstaltungen der Myanmar Study Group einzugliedern. Auf diese Weise soll eine Veranstaltungsreihe an wechselnden Orten etabliert werden, die idealerweise zu einer Institution im Bereich der Myanmarforschung erwachsen soll. Durch die multiperspektivische, transdisziplinäre Ausrichtung der Tagung wird darüber hinaus ein tiefergehendes Interesse an der bewegten Geschichte sowie Verständnis für die reichhaltige Kultur Myanmars gefördert.
Zu den zentralen Aufgaben einer Globalgeschichte der modernen Welt (18.-20. Jahrhundert) gehört nach wie vor, die kognitive Verarbeitung von Verflechtungsprozessen sowie die Zunahme überregional und transkulturell geteilter und debattierter Vorstellungen und Ideen zu analysieren. Die Etablierung weltweit gültiger Standards lässt sich im internationalen Staatensystem, in der Weltwirtschaft, in der Infrastruktur- und Kommunikationspolitik direkt beobachten. Die Herausbildung geteilter Ideen, Begriffe und Normen hingegen war ein sehr vielschichtiger Prozess. Wie kam es dazu? Wer waren seine Träger? Welche Ideen erlangten grenzüberschreitende Gültigkeit, und unter welchen Bedingungen? Ein globalgeschichtlicher Zugriff kann dazu beitragen, die komplexen Konstellationen einer globalen Geschichte von Ideen und Begriffen auszuloten und ihr jeweiliges Verhältnis zu Prozessen globaler Integration zu bestimmen.Das GK will sich dieser Frage mit den Mitteln einer global intellectual history widmen. Dieser Zugang innerhalb der Globalgeschichte ist gerade erst im Entstehen und setzt sich von Ansätzen ab, die im Kern häufig noch diffusionistischen Vorstellungen folgen. Das GK will nicht-westliche Akteure und Handlungsräume sowie globale Bedingungen der Ideenzirkulation in den Vordergrund stellen und auf diese Weise die Komplexität von Transfervorgängen ausloten. Institutionell (und methodisch) stützt sich das GK auf die systematische Zusammenarbeit von Geschichtswissenschaft und Regionalwissenschaften. Diese Kooperation ist für das Feld der intellectual history ¿ in dem bislang auf Europa zentrierte Arbeiten dominieren ¿ innovativ und weiterführend.Die Ziele des GK liegen auf drei Ebenen. Erstens geht es um intellektuelle Reaktionen auf Verflechtungsprozesse, um die Entstehung grenzüberschreitender Ansprüche und die Universalisierung von Ideen, aber auch um Gegenbewegungen. Zweitens wollen wir in diesem Zusammenhang grundlegend nach der Rolle nicht-westlicher Akteure und ihren Handlungsräumen fragen. Drittens will das GK zur Methodendiskussion einer global intellectual history beitragen.Eine Besonderheit des beantragten Programms ist seine Einbindung in die Aktivitäten der Global History Collaborative mit regelmäßigen internationalen Sommerschulen. Sie sollen ermöglichen, dass DoktorandInnen nicht nur globalgeschichtlich forschen, sondern zugleich methodisch-heuristisch von dem Dialog mit anderen Perspektiven auf Globalgeschichte profitieren. Indian Studies/SüdasienstudienErinnerungskulturGlobale GeschichteAfrikanische GeschichteChinaGesellschaftsgeschichteJapanAntikenrezeptionKulturgeschichtecultural history
Noch keine Publikationen aus OpenAlex zugeordnet.