Prof. Dr. Linda Onnasch erforscht, wie Roboter ihre Absichten und Emotionen für Menschen intuitiv erkennbar machen können, um eine sichere und vertrauenswürdige Zusammenarbeit zu ermöglichen. Sie entwickelt Methoden wie den Einsatz von Roboter-Augen als Blickrichtungshinweise oder die Modulation der Sprachmelodie, um die Vorhersagbarkeit und Akzeptanz von Robotern zu verbessern. Ihre Arbeiten helfen Unternehmen dabei, Mensch-Roboter-Interaktionen in der Industrie (z. B. Cobots), im Gesundheitswesen (z. B. Pflegeroboter) oder in der Autismus-Therapie nutzerfreundlicher und sicherer zu gestalten. Zudem untersucht sie psychologische Faktoren für die Akzeptanz neuer Technologien wie automatisierte Shuttles oder nachhaltige Lebensmittelproduktion.
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Prof. Dr. Linda Onnasch
HU-FIS-Profil ↗Intelligenz zu verstehen zählt zu den großen wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Dennoch bleibt unser Verständnis von Intelligenz, trotz intensiver Forschung verschiedener Fachrichtungen, fragmentarisch und unvollständig. Das Exzellenzcluster „Science of Intelligence (SCIoI)“ wird maßgeblich dazu beitragen, Intelligenz als Ganzes besser zu verstehen. Hierzu sollen die bestehenden Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen der Intelligenzforschung zusammengeführt werden. Gleichzeitig sollen den Disziplinen durch SCIoI wertvolle neue Forschungsimpulse zugeführt werden. Die Forschungsergebnisse werden außerdem dazu genutzt, neue intelligente Technologien zu schaffen, die zum gesellschaftlichen Nutzen in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden können. Das wissenschaftliche Ziel von SCIoI ist die Erforschung der Prinzipien von Intelligenz. Dieses Ziel soll mit Hilfe eines synthetischen Ansatzes erreicht werden, bei dem alle Theorien, Erkenntnisse, Konzepte und Methoden in technologische Artefakte, wie beispielsweise Roboter oder Computerprogramme, einfließen müssen. Diese Artefakte dienen als gemeinsame „Sprache“, die einen wissenschaftlichen Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg ermöglicht. Dieser Austausch wiederum führt zu einer Validierung und Verknüpfung von Forschungsergebnissen sowie deren Übertragung und Erweiterung. Erkenntnisse, die über mehrere der beteiligten Disziplinen hinweg konsistent sind, liefern wertvolle Hinweise auf die gesuchten Prinzipien der Intelligenz, Widersprüche werden zu neuen Fragestellungen führen. Darüber hinaus erleichtert der verfolgte synthetische Ansatz die Überführung der gewonnenen Erkenntnisse in praktische Anwendungen. Mit dem Exzellenzcluster SCIoI wird ein interdisziplinärer Forschungsverbund geschaffen, der für in der Intelligenzforschung tätige Wissenschaftler*innen ideale Arbeitsbedingungen bietet. Das integrierte Graduiertenprogramm wird bei der Ausbildung einer neuen Generation interdisziplinärer Intelligenzforscher*innen eine zentrale Rolle spielen. Durch den interdisziplinären Ansatz sowie die Attraktivität und Relevanz der untersuchten Fragestellungen wird SCIoI langfristig den Frauenanteil insbesondere in den beteiligten MINT-Fächern erhöhen.
Science Robotics · DOI
The application of anthropomorphic design features is widely assumed to facilitate human-robot interaction (HRI). However, a considerable number of study results point in the opposite direction. There is currently no comprehensive common ground on the circumstances under which anthropomorphism promotes interaction with robots. Our meta-analysis aims to close this gap. A total of 4856 abstracts were scanned. After an extensive evaluation, 78 studies involving around 6000 participants and 187 effect sizes were included in this meta-analysis. The majority of the studies addressed effects on perceptual aspects of robots. In addition, effects on attitudinal, affective, and behavioral aspects were also investigated. Overall, a medium positive effect size was found, indicating a beneficial effect of anthropomorphic design features on human-related outcomes. However, closer scrutiny of the lowest variable level revealed no positive effect for perceived safety, empathy, and task performance. Moreover, the analysis suggests that positive effects of anthropomorphism depend heavily on various moderators. For example, anthropomorphism was in contrast to other fields of application, constantly facilitating social HRI. The results of this analysis provide insights into how design features can be used to improve the quality of HRI. Moreover, they reveal areas in which more research is needed before any clear conclusions about the effects of anthropomorphic robot design can be drawn.
International Journal of Social Robotics · DOI
Abstract Robotic systems are one of the core technologies that will shape our future. Robots already change our private and professional life by working together with humans in various domains. Evoked by this increasing trend, great variability exists in terms of robots and interaction scenarios. This has boosted research regarding shaping factors of human–robot interaction (HRI). Nevertheless, this variety hinders the comparability and the generalizability of insights. What is needed for efficient research is a structured approach that allows the analysis of superordinate attributes, making previous HRI research comparable, revealing research gaps and thus guiding future research activities. Based on the review of previous HRI frameworks we developed a new HRI taxonomy that (1) takes into account the human, the robot, the interaction and the context of the HRI, (2) is applicable to various HRI scenarios and (3) provides predefined categories to enable structured comparisons of different HRI scenarios. A graphical representation of the taxonomy, including all possible classifications, eases the application to specific HRI scenarios. To demonstrate the use and value of this taxonomy, it is applied to different studies in HRI in order to identify possible reasons for contrasting results. The exemplified applications of the taxonomy underline its value as a basis for reviews and meta-analyses. Moreover, the taxonomy offers a framework for future HRI research as it offers guidance for systematic variations of distinctive variables in HRI.
Intelligenz zu verstehen zählt zu den großen wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Dennoch bleibt unser Verständnis von Intelligenz, trotz intensiver Forschung verschiedener Fachrichtungen, fragmentarisch und unvollständig. Das Exzellenzcluster „Science of Intelligence (SCIoI)“ wird maßgeblich dazu beitragen, Intelligenz als Ganzes besser zu verstehen. Hierzu sollen die bestehenden Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen der Intelligenzforschung zusammengeführt werden. Gleichzeitig sollen den Disziplinen durch SCIoI wertvolle neue Forschungsimpulse zugeführt werden. Die Forschungsergebnisse werden außerdem dazu genutzt, neue intelligente Technologien zu schaffen, die zum gesellschaftlichen Nutzen in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden können. Das wissenschaftliche Ziel von SCIoI ist die Erforschung der Prinzipien von Intelligenz. Dieses Ziel soll mit Hilfe eines synthetischen Ansatzes erreicht werden, bei dem alle Theorien, Erkenntnisse, Konzepte und Methoden in technologische Artefakte, wie beispielsweise Roboter oder Computerprogramme, einfließen müssen. Diese Artefakte dienen als gemeinsame „Sprache“, die einen wissenschaftlichen Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg ermöglicht. Dieser Austausch wiederum führt zu einer Validierung und Verknüpfung von Forschungsergebnissen sowie deren Übertragung und Erweiterung. Erkenntnisse, die über mehrere der beteiligten Disziplinen hinweg konsistent sind, liefern wertvolle Hinweise auf die gesuchten Prinzipien der Intelligenz, Widersprüche werden zu neuen Fragestellungen führen. Darüber hinaus erleichtert der verfolgte synthetische Ansatz die Überführung der gewonnenen Erkenntnisse in praktische Anwendungen. Mit dem Exzellenzcluster SCIoI wird ein interdisziplinärer Forschungsverbund geschaffen, der für in der Intelligenzforschung tätige Wissenschaftler*innen ideale Arbeitsbedingungen bietet. Das integrierte Graduiertenprogramm wird bei der Ausbildung einer neuen Generation interdisziplinärer Intelligenzforscher*innen eine zentrale Rolle spielen. Durch den interdisziplinären Ansatz sowie die Attraktivität und Relevanz der untersuchten Fragestellungen wird SCIoI langfristig den Frauenanteil insbesondere in den beteiligten MINT-Fächern erhöhen.
Das Forschungsziel des BMBF-Projekts „CUBES Circle – Future Food Production“ist die Entwicklung eines innovativen Agrarsystems für die zukünftige Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Dieses Agrarsystem soll nicht nur in bestehende gesellschaftliche Strukturen integriert werden, sondern auch Synergien zu herkömmlichen Systemen wie z. B. Stadträumen aufbauen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass das neue Agrarsystem sowohl den Nachhaltigkeitskriterien entspricht als auch von der Gesellschaft akzeptiert wird. Hierzu steht ein interdisziplinäres Konsortium bereit, mit Partnern aus Bereichen wie z.B. der Öko- und Pflanzenphysiologie, der Folgenabschätzung, Regelungstechnik oder Agrar- und Ernährungspolitik. Das Fachgebiet Ingenieurpsychologie beteiligt sich am Projekt mit Fragestellungen der Innovationsdiffusion.Konkret gehen wir der Frage nach, wie Design und Informationskonzepte die Nutzerakzeptanz dieser innovativen Produktionssysteme unterstützen können. Dazu werden bereits in sehr frühen Entwicklungsstadien potentielle Nutzer in die Systementwicklung involviert (z.B. durch Stakeholderanalysen, Fokusgruppen, VR-Prototyping).Darüber hinaus geht es um die Entwicklung und Anwendung von Virtual Reality-/Mixed Reality-Ansätzen zur Interaktion & Steuerung des CUBES Systems (Mensch-Maschine-Interaktion).
ACM Transactions on Human-Robot Interaction · DOI
The application of anthropomorphic features to robots is generally considered beneficial for human-robot interaction (HRI ). Although previous research has mainly focused on social robots, the phenomenon gains increasing attention in industrial human-Robot interaction as well. In this study, the impact of anthropomorphic design of a collaborative industrial robot on the dynamics of trust and visual attention allocation was examined. Participants interacted with a robot, which was either anthropomorphically or non-anthropomorphically designed. Unexpectedly, attribute-based trust measures revealed no beneficial effect of anthropomorphism but even a negative impact on the perceived reliability of the robot. Trust behavior was not significantly affected by an anthropomorphic robot design during faultless interactions, but showed a relatively steeper decrease after participants experienced a failure of the robot. With regard to attention allocation, the study clearly reveals a distracting effect of anthropomorphic robot design. The results emphasize that anthropomorphism might not be an appropriate feature in industrial HRI as it not only failed to reveal positive effects on trust, but distracted participants from relevant task areas which might be a significant drawback with regard to occupational safety in HRI.