Clara Marie Nehrkorn forscht an der Schnittstelle von Bildungsdiagnostik und Schulentwicklung, konkret zur Implementierung und Optimierung von Lernverlaufsdiagnostik im Berliner Schulsystem. Sie untersucht, wie verschiedene diagnostische Instrumente (wie LauBe und ILeA plus) systematisch integriert werden können, um Schülerkompetenzen kontinuierlich zu erfassen und Schulen datengestützte Ansätze für individuelle Förderung zu ermöglichen. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Schulen und Schulverwaltungen konkrete Werkzeuge und Implementierungsstrategien an die Hand zu geben, um Lernstände besser zu monitoren und Unterrichtsentwicklung evidenzbasiert zu gestalten.
🔒 Das System hat 19 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Clara Marie Nehrkorn
HU-FIS-Profil ↗Das bestehende diagnostische Angebot im Berliner Schulsystem umfasst verschiedene Instrumente wie LauBe, ILeA plus, VERA 3 sowie kommerzielle Lösungen wie z.B. bettermarks. Jedes dieser Instrumente verfolgt das Ziel, den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler zu spezifischen Zeitpunkten innerhalb ihrer Schullaufbahn punktuell zu erfassen: LauBe konzentriert sich auf relevante Vorläuferfähigkeiten in Deutsch und Mathematik zu Beginn der ersten Jahrgangsstufe, während ILeA (plus) die Lernausgangslage zu Beginn der Jahrgangsstufen 1 bis 6 gemäß den Niveaustufen des Berliner Rahmenlehrplans ermittelt. VERA 3 diagnostiziert am Ende der dritten Jahrgangsstufe den Lernstand bezogen auf die Bildungsstandards zum Ende der Jahrgangsstufe 4. Kommerzielle Angebote, wie z.B. Bettermarks, bieten keine systematisch-normierte, empirisch validierte Kompetenzmessung, die über mehrere Jahrgangsstufen hinweg verbindlich und vergleichbar wäre. Stattdessen steht bei Bettermarks das adaptive, formative Lernen im Vordergrund, wobei Kompetenzzuwächse zwar sichtbar gemacht, aber nicht nach strikten psychometrischen Standards oder longitudinalen Modellierungen erfasst werden. Ein zentrales Forschungsdesiderat besteht darin, dass bisher kein diagnostisches Instrument fachdidaktisch, empirisch sowie administrativ gezielt darauf ausgerichtet wurde, Kompetenzen längsschnittlich abzubilden und zugleich anschlussfähig zu bestehenden Instrumenten über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg zu sein. D.h. es existiert kein longitudinales Diagnostikinstrument, das• fachdidaktisch entlang zentraler Leitideen entwickelt,• empirisch validiert und normiert ist,• administrativ praktikabel in Schulalltag und Bildungsverwaltung integrierbar,• und über die Jahrgangsstufen 1 bis 6 hinweg vergleichbare Daten liefert. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist daher die Entwicklung eines standardisierten Testinstruments zur Diagnose und langfristigen Erfassung der Kompetenzentwicklung im Fach Mathematik in den Klassenstufen 3 bis 6. Dieses Instrument soll die individuellen Lernverläufe in den Kompetenzbereichen der Leitideen abbilden und Lehrkräften gezielt förderwirksames Feedback zur individuellen Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bereitstellen. Die Basiskompetenzen sowie die explizite Anbindung an den Berliner Rahmenlehrplan sowie die novellierten Bildungsstandards stehen dabei im Mittelpunkt. Zusätzlich integriert das Vorhaben Ergebnisse aus parallellaufenden länderübergreifenden Projekten des IQB (StarS und TBA II).
Noch keine Publikationen aus OpenAlex zugeordnet.