Prof. Zender erforscht, wie digitale Technologien in Schulen und Hochschulen sinnvoll eingesetzt werden können — mit Fokus auf zwei Bereiche: Erstens untersucht er, wie Teams beim Programmieren und in der Softwareentwicklung durch adaptive Lernunterstützung und Learning Analytics besser zusammenarbeiten können. Zweitens analysiert er systematisch, unter welchen Bedingungen Digitalisierung in Schulen gelingt, ohne Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Förderbedarfen auszuschließen. Für Unternehmen und Bildungsträger bedeutet das: Erkenntnisse darüber, wie man digitale Werkzeuge so gestaltet und einsetzt, dass sie tatsächlich das Lernen und die Zusammenarbeit verbessern — statt nur Technik einzuführen. Seine Arbeiten richten sich an Schulen, Hochschulen und Softwareentwicklungsteams, die ihre digitale Praxis reflektieren und inklusiv gestalten wollen.
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Prof. Dr. Raphael Christian Zender
HU-FIS-Profil ↗Das Vorhaben Dig*In leistet eine theoretisch fundierte empirische Analyse der medienbezogenen Schul- und Unterrichtsentwicklung unter dem Vorzeichen der inklusiven Schule. Das Verbundprojekt der Europa-Universität Flensburg und der Humboldt-Universität zu Berlin adressiert in vier Teilprojekten Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen einer inklusiv-medialen Schul- und Unterrichtsentwicklung. In Teilprojekt I werden Medienentwicklung an Schulen und inklusive Schulentwicklung sowie Mediendidaktik und inklusive Didaktik auf der Basis bestehender Ansätze theoretisch modelliert und systematisch verzahnt, um Erfordernisse einer durch digitale Medien unterstützten inklusiven Schul- und Unterrichtsentwicklung abzuleiten. In den Teilprojekten II, III und IV wird das so gewonnene Modell durch Analysen auf der Ebene der Schulentwicklung sowie des Unterrichts an 16 Grund- und Sekundarschulen, die bereits inklusiv mit digitalen Medien arbeiten, validiert und ausgeschärft, um auf der Basis eines über die drei Teilprojekte hinweg gemeinsam genutzten Datenkorpus zu empirisch gesicherten Erkenntnissen hinsichtlich der Gelingensbedingungen einer inklusiven Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien zu gelangen.
Die kooperative und kollaborative Arbeit ist Kernbestandteil des beruflichen Arbeitsalltags in den Ingenieurwissenschaften, insbesondere in der Informatik. Je nach Aufgabenkontext inter-agiert das Team dabei mittelbar (z.B. über die Dokumentation, übergreifende Schnittstellen-spezifikationen) oder unmittelbar (z.B. agile Softwareentwicklung, Pair-Programming). Diese auf einer technischen wie auch sozialen Ebene außerordentlich komplexen Vorgänge werden im Informatikstudium oftmals lediglich abstrakt behandelt und spielen in Fachkonzepten zum Programmierenlernen eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen von digitalen Gruppenarbeiten bleibt es den Studierenden überlassen sich zu organisieren, zu koordinieren und ihre Lernpro-zesse zu regulieren, eine synchrone Einflussnahme durch den Lehrenden ist kaum möglich. Learning-Analytics-Ansätze zur adaptiven didaktischen Unterstützung kollaborativer Lernpro-zesse stehen noch am Anfang. Das Projekt DiP-iT schließt diese Lücke und entwickelt ein existierendes didaktisches Konzept und Programmiersystem dahingehend weiter, dass individuelle und teamorientierte Lernpro-zesse entworfen, realisiert, reflektiert und zeitnah unterstützt werden können. Im Teilprojekt "Learning Analytics Verfahren zur adaptiven Unterstützung" liegt dabei der Schwerpunkt auf der Identifikation, Konzeption, Umsetzung und empirischen Validierung von Learning Analytics Verfahren, welche im Programmiersystem unterstützend zur Umsetzung des didaktischen Konzepts zum Einsatz kommen.
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