Dr. Mareike Wulff dokumentiert stark vom Aussterben bedrohte Sprachen und traditionelle Handwerkspraktiken in Bhutan, insbesondere Lhokpu und Black Mountain Monpa sowie die damit verbundene Naturfasergarnerzeugung. Ihr Ansatz verbindet linguistische Feldforschung mit der Erfassung von kulturellem Wissen über traditionelle Produktionsprozesse. Für Unternehmen und Kulturinstitutionen ist dies relevant, um gefährdetes immaterielles Kulturerbe systematisch zu bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Die Arbeit schafft eine Grundlage für nachhaltige Wertschöpfungsketten, die auf traditionellem Handwerkswissen basieren.
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Dr. Mareike Wulff
HU-FIS-Profil ↗Dieses innovative Projekt zielt darauf ab, die stark vom Aussterben bedrohten Sprachen Mönpa (ca. 275 Sprecher) und Lhokpu (ca. 800 Sprecher) aus dem Nordosten des Black Mountain in Bhutan zu dokumentieren und dabei die sprachliche Dokumentation mit der Dokumentation der ebenso vom Aussterben bedrohten Praktiken der Naturfasergarnerzeugung zu verbinden. Wir werden den Prozess der Garnherstellung aus lokal angebauten Baumwoll- und Brennnesselfasern dokumentieren – von der Pflege der Pflanzen bis zur Herstellung des Endprodukts. Alle mit diesen Prozessen verbundenen Sprachdaten werden dabei gesammelt, ebenso wie Sprachdaten aus anderen Kontexten (z. B. Gespräche, Erzählungen, Verfahrensbeschreibungen, Befragungen, jedoch nicht nur in Bezug auf die Garnherstellung). Wulff ist als leitender Forscher für die gesamte Durchführung des Projekts in Bhutan verantwortlich.
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