Die Forschung konzentriert sich auf die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der Digitalisierung kulturellen Erbes, insbesondere im Kontext von Urheberrecht und Open Access. Ein zentrales Thema ist die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum Training von Generativer KI und die vergleichende Analyse entsprechender Ausnahmen in verschiedenen Rechtssystemen. Zudem werden Möglichkeiten und Grenzen einer allgemeinen Wissenschaftsschranke nach deutschem, europäischem und internationalem Recht untersucht, um die wissenschaftliche Arbeit zu fördern. Die Arbeit verbindet juristische Expertise mit Fragen der digitalen Transformation in Archiven, Bibliotheken und Museen.
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PD Dr. Katharina de la Durantaye
Das Forschungsprojekt soll einen Beitrag leisten zur Schaffung eines transparenten, allgemein verständlichen Urheberrechts, das die wissenschaftliche Arbeit fördert, Anreize für Innovationen setzt und die Rechte der Urheber angemessen berücksichtigt. Die derzeitigen Regelungen des UrhG betreffend die Bereiche Bildung und Forschung sind fragmentiert und unübersichtlich. So können insbesondere die Vorteile der digitalen Technologien nicht angemessen genutzt werden. Die bevorstehende Reformierung des Urheberrechts muss daher auch eine Novellierung der relevanten Schrankenbestimmungen einschließen. Eine weitere Zersplitterung der wissenschaftsbezogenen Normen sollte dabei nach Möglichkeit vermieden werden. Das Vorhaben wird untersuchen, inwieweit eine grundsätzlich erstrebenswerte allgemeine Wissenschaftsschranke nach deutschem, europäischem und internationalem Recht zulässig ist. Im Mittelpunkt der Untersuchung werden drei miteinander verbundene Fragenkomplexe stehen: 1. Inwiefern wird die geltende Rechtslage in Deutschland den Bedürfnissen von Forschung und Wissenschaft gerecht? Wo und warum besteht Handlungsbedarf? 2. Welche Strategien verfolgen andere Staaten, um ihr Urheberrecht forschungs- und wissenschaftsfreundlich zu gestalten? Welche dieser Strategien sind erfolgversprechend? Würden sie sich als Vorbild für eine Regelung in Deutschland eignen? 3. Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, um die Bedingungen für Forschung und Wissenschaft in Deutschland zu verbessern?
GRURRR. Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, Rechtsprechungs-Report/GRUR-DVD/GRUR-CD/IIC/Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht/Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht. Internationaler Teil · DOI
Abstract Lawmakers and administrative agencies around the globe are debating whether the use of copyrighted content for AI training does or should require the rights holder’s consent. This article examines legislation and policy debates in the U.S., Canada, the UK, the EU, Israel, China, Singapore, and Japan. Issues of control, compensation, transparency and legal certainty dominate the discussion. Countries are trying to recalibrate the balance of interests, either in favour of AI companies, or by supporting rights holders – for example, with copyright-related transparency obligations. EU copyright law offers a relatively favourable environment for AI companies. Ultimately, however, copyright law is not the decisive factor when AI companies choose the location of their training facilities.
Mohr Siebeck eBooks · DOI
Expression and Intent.