Die Forschung konzentriert sich auf die Kulturgeschichte und Bildwissenschaft des Mittelalters, der Spätantike und der Frühen Neuzeit. Zentrale Themen sind die pragmatische Bildkultur, religiöse Konzepte und die Rolle von Materialität in der Wissens- und Gedächtniskultur. Es werden interdisziplinäre Ansätze mit hermeneutischer Textanalyse und Mediengeschichte verfolgt, um visuelle Kulturen und kulturelles Erbe zu untersuchen.
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PD Dr. Peter Seiler
Untersuchung der Auseinandersetzung mit materiellen sichtbaren antiken Überresten, da diese das hervorstechendste Charakteristikum bild- und baukünstlerischer Antikenrezeption bilden; Aufzeigen des komplementären Zusammenwirkens von Objektreferentialität und Imagination bei der Konstituierung vergangenheitsbezogener Wissenskulturen.
Die Libri Carolini enthalten much the fullest statement of the Western attitude to representational art that has been left to us by the Middle Ages (Dodwell 1993, 32). 791-2 im Auftrag Karls des Großen verfasst, widerlegen sie Punkt für Punkt die den religiösen Bildgebrauch betreffenden Beschlüsse der Zweiten Synode von Nicaea (787) und sprechen sich für eine via media zwischen Ikonoklasmus und Ikonodulie aus. Das beantragte Projekt hat zwei Ziele: 1. Es untersucht die bildkritischen Konzepte der Libri Carolini als Beitrag zur Transformation des Bilderverbots des Alten Testaments. Fokussiert werden die bildkritischen Reflexionen, und zwar insbesondere Argumente, die den rein materiellen Charakter von Bildern hervorheben und auf deren religiöse Neutralisierung abzielen. 2. Es geht der Frage nach, inwieweit die moderate, aber kritische Haltung der LC gegenüber Bildern sich auf die pragmatische Bildkultur der Karolinger auswirkte.
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